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Nachhaltig heißt wirtschaftlich

27.08.2019

Auch in der Schweißtechnik steht der Begriff „Nachhaltigkeit“ für einen sinnvollen und sparsamen Umgang mit Ressourcen jeder Art: Material, Wert- und Werkstoffe, Energie und Zeit.

Geringere Öffnungswinkel haben gleich mehrfache Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit: Weniger Material wird abgetragen, die Vorarbeiten reduzieren sich und damit der Zeitaufwand. Anschließend muss eine geringere Anzahl an Schweißraupen geschweißt werden, was wiederum wertvolle Metalle, Gas, Energie und Zeit spart.
Laut Untersuchungen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen lassen sich Schweißrauchemissionen mit dem EWM-Schweißprozess forceArc puls um bis zu 75 Prozent reduzieren.
SCHWEISSEN 2019

EWM Hightec Welding GmbH
Stand 221

Dabei zieht die Einsparung einer Ressource häufig auch die Einsparung anderer Ressourcen nach sich. Wird weniger Material eingesetzt, muss weniger hergestellt und verarbeitet werden. Auch der Zeitaufwand reduziert sich. Eine nachhaltige Fertigung ist demnach auch immer eine wirtschaftliche Fertigung, die viele Kosten einspart.

Für die EWM AG ist Nachhaltigkeit eine der wichtigsten Maximen – in der eigenen Produktion, bei der Entwicklung und im Einsatz von Geräten und Prozessen in den Schweißbetrieben. Mit dem ganzheitlichen Ansatz des Schweißgeräteherstellers, der Beratung, Geräte und Schweißprozesse einschließt, können Kunden Ressourcen optimal nutzen und einsetzen – wirtschaftlich und nachhaltig.

Aan allen Registern ziehen

Schweißprozessketten – egal in welcher Branche – bieten enormes Einsparpotenzial. Im Rahmen der Innovations- und Technologieberatung ewm maXsolution analysieren etwa Spezialisten von EWM sämtliche Aspekte und Einflussfaktoren des Schweißprozesses - von der Konstruktion bis zur Fertigung - und optimieren den gesamten Prozessablauf. Dazu zählen Schweißnahtvorbereitung und Auswahl des Zusatzwerkstoffs ebenso wie der Einsatz des für den jeweiligen Anwendungsfall besten Schweißprozesses. Auch die Peripherie wie Gaszuführung, die Vor- und Nacharbeit sowie der Einsatz von Verschleißmaterialien werden unter die Lupe genommen. Ziel ist stets, die individuell beste Lösung und den wirtschaftlichsten Prozessablauf zu erreichen. Der finanzielle Aufwand dafür hat sich in der Regel schnell amortisiert. Was bleibt, ist das gute Gefühl, neben der Kostenersparnis auch etwas für die Umwelt zu tun.

Energie sparen

Um in der Schweißtechnik Energie - also Strom - einzusparen, ist die Technologie mitentscheidend. So wandelt moderne Invertertechnologie im Vergleich zu analogen stufengeschalteten Transformator-Stromquellen die eingesetzte Energie mit einem deutlich geringeren Verlust in einen dem jeweiligen Prozess angepassten Strom um. Noch wesentlicher sind innovative Schweißprozesse. Jeder einzelne Schweißprozess ist optimal auf den Anwendungsfall ausgelegt und bringt die eingesetzte Energie in der optimalen Menge und Form in die Schweißnaht ein. So arbeitet ein coldArc-Lichtbogen zum Beispiel mit weniger Wärmeeinbringung als ein Kurzlichtbogen. Als Folge dieser Energieersparnis reduzieren sich der Verzug und damit die Nacharbeit. forceArc puls dagegen ist ein wärmeminimierter, richtungsstabiler, druckvoller Lichtbogen mit tiefem Einbrand. Er schiebt selbst den Zunder von unbehandeltem Schwarzstahl vor sich her. Das Ergebnis sind qualitativ hochwertige, spritzerfreie Schweißnähte. Dadurch werden Arbeiten bei der Schweißnahtvorbereitung und der Nacharbeit eingespart - und damit zweifach Energie: Nämlich Strom und menschliche Kraft. Dazu noch Zeit- und Materialeinsparungen.

Material sparen

Untersuchungen zufolge lässt sich bei mehrlagigen Schweißnähten bis zur Hälfte der Energie durch einen verringerten Öffnungswinkel und einen druckvollen Lichtbogen einsparen. Damit reduzieren sich die Menge des abgetragenen Metalls zur Schweißnahtvorbereitung und die Anzahl der Schweißraupen. Ist aber zum Beispiel nur halb so viel Material für das Verschweißen notwendig, kann der Schweißer mit dem gleichen Materialaufwand doppelt so viel Schweißnaht erzeugen.

Daneben spielt das Schweißgas eine Rolle. Sehr schnell kann sich eine zentrale Gasversorgung gegenüber dem Einsatz von Gasflaschen amortisieren. Elektronisch geregelte Gasventile sparen weiteres Gas ein.

Zeit sparen

Optimierte Schweißprozesse können das gleiche Ergebnis in weniger Schweißzeit erreichen. Grund sind die vielen verschiedenen Faktoren, die für gutes, schnelles und sicheres Arbeiten sorgen: Mit ergonomisch geformten Brennern lässt sich leichter arbeiten. Dank der optimierten Drahtzuführung wird der Zusatzwerkstoff gleichmäßig und kontinuierlich zugeführt. Eine weitere Zeitersparnis kann die Umstellung der Drahtelektrode von der Rolle auf Faßanbindung bringen. Der häufigere Wechsel der Drahtrolle entfällt genauso wie das Entsorgen der Reststücke – was wiederum Ressourcen spart.

Auch langlebige Verschleißteile wie Strom- und Gasdüsen sparen Zeit ein. Durch die längeren Standzeiten müssen die Düsen seltener ausgetauscht werden. In der Summe reduzieren sich die Zeiten fürs Wechseln merklich.

Gesundheit schonen

Können Anwender bei großen Bauteilen einen Gelenkausleger nutzen, fallen die oft mühsamen Standortwechsel des Drahtvorschubgeräts und der Zwischenschlauchpakete weg – das Zeitkonto und der Bewegungsapparat des Mitarbeiters werden nachhaltig geschont. Dazu reduzieren innovative Schweißprozesse wie forceArc puls und coldArc Schweißrauchemissionen um bis zu 75 Prozent. Auch das verbessert die Arbeitsbedingungen und den Gesundheitsschutz des Schweißers deutlich.

Autor/in:
Redaktion Metall
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