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Neuer FH-Studiengang Maschinenbau in Wien

15.12.2014

Die größte rein technische Fachhochschule in Österreich, FH Technikum am Wiener Höchstädtplatz, startete im Herbst dieses Jahres den ersten FH-Bachelor-Studiengang Maschinenbau.

Der Studiengang wird durch den Fachverband Maschinen & Metallwaren Industrie (FMMI) unterstützt, der sich zu einem Fünftel an der Finanzierung beteiligt.„Der Bedarf an Fachkräften ist groß: Allein in Wien sind rund 50.000 Personen direkt in Maschinenbauunternehmen beschäftigt, die Nachfrage nach Mitarbeitern mit praxisnaher Ausbildung wird in den nächsten Jahren noch steigen“, betont Fritz Schmöllebeck, Rektor der FH Technikum Wien. „Die Industrie braucht schlaue Köpfe mit fundiertem Grundlagenwissen, fachlicher und wirtschaftlicher Expertise sowie sozialen Kompetenzen“, ist auch Lothar Roitner, Obmann der FH Technikum Wien und Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), überzeugt. „Bereits 2017 werden die ersten rund 50 Maschinenbau-Bachelor unseres Studiengangs am Arbeitsmarkt verfügbar sein. Sie können sich über ausgezeichnete Karrierechancen freuen.“

Damit steht dem Arbeitsmarkt ab 2017 rund ein Viertel mehr Maschinenbau-Absolventen pro Jahr zur Verfügung. Im Studienjahr 2012/13 haben knapp 200 Studierende in Österreich den Maschinenbau-Bachelor absolviert, vornehmlich an den Technischen Universitäten Wien und Graz.

Für die Praxis

Der neue Studiengang ist von Beginn an durch starke Praxisnähe gekennzeichnet: Technische Grundlagen werden mit praktischen Übungen in modernen Labors und in Kleingruppen vermittelt. Im fünften Semester steht ein verpflichtendes Praktikum im Ausmaß von zwölf Wochen am Lehrplan.

Ein wichtiger Aspekt im Studienplan ist die breite Grundlagenausbildung in Fertigungstechnologien und Konstruktion. Zudem ist eine weit über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Anzahl an wirtschaftlichen und persönlichkeitsbildenden Fächern vorgesehen. „Unternehmen fordern breit ausgebildete Fachkräfte mit Umsetzungs- und Lösungskompetenz“, so Erich Markl, Studiengangsleiter Maschinenbau an der FH Technikum Wien. „Wir setzen daher seit Langem auf ein 3-Säulen-Modell mit technischen, wirtschaftlichen und persönlichkeitsbildenden Inhalten.“ Auch im Maschinenbau herrsche ein Verhältnis von 70 Prozent technischem Fachwissen zu 30 Prozent wirtschaftlichem und persönlichkeitsbildendem Know-how, so Markl.

Zugangsvoraussetzungen

Der FH-Studiengang Maschinenbau ist als Vollzeitstudium von sechs Semestern und circa 22 Wochenstunden konzipiert. Zugangsvoraussetzung ist entweder die Reifeprüfung, eine Berufsreifeprüfung oder ein facheinschlägiger Lehr-, BMS- oder Werkmeisterabschluss mit Zusatzqualifikationen. Mit entsprechenden fachlichen Vorkenntnissen, wie zum Beispiel einem HTLAbschluss, kann ein Einstieg ins zweite oder dritte Semester erfolgen. Der FH-Studiengang schließt mit der Bezeichnung „Bachelor of Science in Engineering“ (BSc) ab. [red]

Autor/in:
Redaktion Metall
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