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V. l. n. r.: Roland Hofbauer, MBA, Lehrstellen- und Konfliktberater der WKNOE, Ing. Martin Holland, BSO EDV- und Betriebsberatung GmbH, Innungsmeister-Stv. Ing. Otto Sonnleitner, Angela Kornfeil, Schinnerl Metallbau, Innungsmeister KommR Harald Schinnerl und Innungsmeister-Stv. Ing. Erich Reiss.

NÖ Landesinnung am Puls der Zeit

23.12.2017

Inhaltliche Schwerpunkte der diesjährigen Landesinnungstagung der Metalltechniker in St. Pölten waren jeweils Vorträge über Digitalisierung, über Gefahren aus dem Internet und nachhaltige Möglichkeiten zum Schutz, sowie über konkrete Unterstützung bei der Lehrlingsausbildung der WKNOE.

Die alljährlich durchgeführte Innungstagung der nö Metalltechniker begann diesmal mit einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen, ehemaligen Innungsmeister KommR Oswald Foret. In den Grußworten des Obmannes der Sparte Handwerk und Gewerbe, KommR Wolfgang Ecker, wurde die Größe der Sparte betont, Thema war zusätzlich die Situation bei den Lehrlingen und deren Stellenwert.

Innungsmeister Harald Schinnerl startete seinen Bericht mit dem im September ausgetragenen Bundeslehrlingswettbewerb. Jedes Jahr ist ein anderes Bundesland Veranstalter – heuer war Niederösterreich an der Reihe, Austragungsort war Amstetten. Kurz darauf fanden die „WorldsSkills“ in Abu Dhabi statt, wo einige Teilnehmer aus der Branche an den Start gingen. Ein Herzensprojekt des Innungsmeisters ist die höhere Schulbildung – nun ist es offiziell: Am TGM Wien startet 2018 ein Ausbildungszweig für Metalltechniker und Stahlbautechniker. Der Schulversuch wird den klingenden Namen „New Technologies & Smart Mechanics“ tragen; inhaltliche Schwerpunkte liegen auf Projektleitung, Projektabwicklung, Statik, Kostenstruktur, Mechatronik und Berechnungen, Fertigung und Produktionstechniken, Robotik, Sensorik, Labor und Werkstätten.

Auch beim Bericht von Innungsmeister-Stellvertreter Ing. Otto Sonnleitner und dem Direktor der Berufsschule Amstetten, Ing. Ewald Übellacker, MSc. ging es um Bildung. Einerseits wurden die Kurse vorgestellt, die erweiternd den SchülerInnen in den Berufsschulen angeboten werden (zum Beispiel Schweiß-Intensivkurs, MAG-Schweißen, WIG-Schweißen, Staplerkurs, Portalkrankurs, …) und andererseits, welche Kurse zur allgemeinen Weiterbildung in Planung sind – im Frühjahr findet etwa eine Brandschutz-Schulung statt. Fix ist eine Exkursion zur Firma Fronius. Sonnleitner und Übellacker meinten unisono, das Leben sei ein ewiges Lernen und sie hoffen, dass die Anwesenden auf den Geschmack gekommen sind, das Angebot zu nutzen.

Berufsgruppensprecher Johann Schmutz berichtete für die Schmiede. Er wies darauf hin, dass es in Niederösterreich aktuell nur einen Schmiedelehrling gibt – es liege allerdings nicht am fehlenden Interesse junger Menschen, sondern am Mangel an Ausbildungsbetrieben. Erfreut sei er daher, dass ab 2018 die Doppellehre Schlosser-Schmied wieder angeboten werden kann. „Wenn das Fachwissen jetzt nicht gebündelt wird, ist dieser Beruf in den nächsten zehn Jahren ausgestorben“, zeigte sich Schmutz besorgt. Er wünscht sich ein Nachdenken, ob die Doppellehre nicht doch eine Option für den einen oder anderen Betrieb wäre.

Der Letzte im Reigen war Ing. Erich Reiss mit seinen Punkten aus dem Bereich Landmaschinentechnik. Er brachte Neuerungen und Aktuelles vom §57a. So müssen Bremsverzögerungsgeräte künftig nicht mehr geeicht werden, es gibt eine neue Einteilung für Fahrzeuge usw. – diese beinahe täglichen Änderungen sollten Anlass für laufende Weiterbildungen sein. Angebot gibt es, denn am 24. November und 1. Dezember 2017 sowie am 12. Jänner 2018 finden bereits Kurse statt. Für diese können die 100-Euro-Wifi-Bildungsgutscheine eingelöst werden, auch Förderungen sind möglich. Alle Termine finden sich im NÖ-Innungsnewsletter.

Die Lehrabschlussprüfung wurde überarbeitet, im nächsten Schritt folgt die Meisterprüfung, diese soll bis Ende nächsten Jahres fertig sein.

Die Ehrungen bildeten den Abschluss des offiziellen Teiles, beim Essen und Netzwerken klang der Abend gemütlich aus.
[Autorin: Doris Bracher]

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