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Galadinner unter der schlanken Stahlkonstruktion des Daches der Reithalle von Schloss Hof.

NÖ: Treffpunkt Sommerfest

15.07.2018

Gesellschaftliches Event des Jahres für das niederösterreichische Metallgewerbe.

Das niederöster­reichische Metallgewerbe: Innungsmeister KommR Ing. Andreas Kandioler, Geschäftsführer Mag. Robert ­Kofler, Innungsmeister Ing. Fritz Manschein, Innungsmeister KommR Harald Schinnerl

Schloss Hof im Marchfeld war heuer Ort des Sommerfestes der Metallgewerbe Niederösterreichs, das die niederösterreichische Landesinnung bereits zum sechsten Mal ausrichtete. Das Event ist der gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres. Zu Beginn des Sommers trafen sich die Mitglieder dreier Branchen zum Netzwerken und zum Austausch – Zeit dafür fehle während des Jahres und sei aber extrem wichtig, betonte der nö Innungsgeschäftsführer Mag. Robert Kofler in seiner Begrüßung. Dies bestätigt auch die jährlich steigende Anzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die der Einladung gerne gefolgt sind.

Unter den Ehrengästen waren der Abgeordnete zum Nationalrat, Peter Gerstner, die Vertreter der Landesberufsschulen BD Dipl.-Päd. Ing. Franz Pleil, Direktor LBS Mistelbach, Ing. Mag. Werner Klaus, Direktor LBS Stockerau sowie Ing. Ewald Übellacker, MSc., Direktor LBS Amstetten mit dem ehemaligen Direktor Reg.Rat Ing. ­Peter Prüller, weiters anwesend waren HR Ing. Ernst Bistricky von der NÖ LReg und der burgenländische Landesinnungsmeister Herbert Ohr.

Attraktives Rahmenprogramm

Erfolgsgarant war sicher wieder das gelungene Programm, einer Mischung aus kulturellem Angebot, einer attraktiven Location, der Möglichkeit, die Branchenkollegen kennenzulernen – und das mit einem hervorragenden Abendessen zu kombinieren. Die Anlage und der barocke Garten von Schloss Hof konnten bereits vor Beginn des Sommerfestes besichtigt werden, zwei Termine für geführte Rundgänge wurden angeboten. Nach dem Sektempfang und den Ansprachen der Innungsmeister wechselte die Gesellschaft in die Reithalle. Der Auftritt von Hannes Rathammer mit der Hubert Koci-­Band begeisterte, kein Wunder – „Best of Udo“ – die Hits von Udo Jürgens sind immer Garant für gute Laune und Stimmung. Es war beeindruckend, wie nicht nur die Sing- sondern auch die Sprechstimme und die Gestik des Interpreten an den bereits verstorbenen Entertainer erinnerten.

Ansprachen der Innungsmeister – Metalltechnik

Der offizielle Teil wurde bewusst kurz gehalten. Humorvoll teilten sich die drei Landesinnungsmeister den Part der Ansprache. KommR Harald Schinnerl startete und fasste seine drei Highlights für die Metalltechniker zusammen. Für ihn zählte die höhere Ausbildung zum Ingenieurswesen dazu, die ab Herbst am TGM Wien gekoppelt mit Metallbau angeboten wird.

Punkt zwei war die Informationsoffensive für die NÖ Aufsperrdienste. Er betonte, dass das Thema als klein erscheinen mag – trotzdem an Brisanz nicht zu überbieten sei. „Wenn Fehlverhalten eine Branche derart nachhaltig schädigt, ist es Grund genug, aktiv zu werden!“ so Schinnerl.

Arbeitsintensiv waren für den Innungsmeister im letzten Jahr auch die geplanten Änderungen bei den Audits auf europäischer Ebene, da die Zertifizierungen und Überprüfungen im Rahmen der EN1090 künftig jährlich vorgesehen gewesen wären. Dies konnte abgewendet werden – damit bleiben die unterschiedlichen ­Intervalle von einjährig bis dreijährig, die vor allem langjährigen Betrieben einiges an Aufwand erspart.

Zuletzt appellierte er noch, die wöchentlichen Aussendungen der Innung zu lesen, da dort immer die aktuellsten Informationen zu entnehmen sind.

Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker

Der Landesinnungsmeister Ing. Fritz Manschein, MSc. nannte die Anpassung der Befähigungsprüfung an einen nationalen Rahmen als wichtige Arbeitsaufgabe des vergangenen Jahres; Ziel ist dabei, alle Ausbildungsstufen vergleichbar zu haben. In Österreich wurde daher die Ausbildung reformiert – sie ist moderner und transparenter geworden, die Digitalisierung spielt auch beim Wissenszuwachs eine große Rolle.

Viel Freude bereitet dem Landesinnungsmeister die Lehrlings-App – sie wird gut angenommen, die Lehrlinge können so ihre Lernziele spielerisch überprüfen, die Kandidaten können auch gegeneinander antreten.

Auch bei ihm war Punkt drei den Normen gewidmet – in der Elektrotechnik ist dies die E 8001, die komplett überarbeitet und neu aufgelegt wurde; die Harmonisierung ist damit abgeschlossen. Neu ist auch, dass es sich hier um kein Gesetz mehr handelt, sondern um eine Vorschrift – damit entfällt die öffentliche Zugänglichkeit; die Innung wird sich bemühen, dass die Mitglieder alle Informationen kostengünstig erhalten.

Mechatroniker

Abschließend ergriff KommR Ing. Andreas Kandioler das Wort. Er gab einen kurzen Einblick in die erfolgreiche Branche der Mechatroniker bzw. gratulierte den Mitgliedern anhand von beachtlichen Fakten aus der Gewerbestatistik: Beim Umsatzerlös stehen die Mechatroniker an zweiter, bei der Wertschöpfung an dritter Stelle der Gewerbestatistik. Ausgewiesen wird auch ein hoher Wert von 10,7 Beschäftigten pro Unternehmen – mit einem Frauenanteil von 25 Prozent! Dazu gab es Applaus aus dem Publikum – auch zur nächsten Zahl von 176.000 Euro, die den höchsten Produktivitätsanteil pro Erwerbstätigem der Branche zuerkennt.

„Ich denke, die Mechatroniker stehen gut da – das lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken!“ so KommR Ing. Andreas Kandioler abschließend.

[Autorin: Doris Bracher]

Autor/in:
Redaktion Metall
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