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Bedienung über Touch-Display und Energiefernregelung über den-Schweißbrenner.

Profi-Schweißen neu definiert

12.02.2020

Der deutsche Schweißanlagen-Anbieter Merkle hat die Schweißgeräte seiner Hightech-Inverter-Serie HighPulse einem Technologiesprung unterzogen und weiterentwickelt.

Alle Leistungsklassen der neuen Gerätegeneration sind Multi-Prozess-Schweißanlagen mit Merkmalen, wie sie laut Merkle auf dem Markt kaum zu finden seien. Die neuen PulseARC-Anlagen der HighPulse touch Bauserie sind stufenlos regelbar und arbeiten im Ein-Knopf-Synergic-Betrieb. Sechs Varianten von 280 bis 450 A Schweißstrom stehen sowohl als Kompaktgerät mit integriertem Drahtvorschub als auch mit separatem Drahtvorschubgerät zur Verfügung. Das Leistungsteil basiert auf einem neu entwickelten 100 kHz Inverter.

Die Anlagen zeichnen sich unter anderem durch ein neuartiges, intuitives Bedienkonzept aus: Augenfällig ist dabei das große, mehrfarbige Touch-Display (4,3 Zoll), über das die Bedienung erfolgt. Alle Einstellungen können durch Druck auf die Grafikfelder im Display einfach vorgenommen werden. Das Bedienkonzept sei selbsterklärend und sprachneutral, eine Bedienungsanleitung somit praktisch nicht erforderlich, erklärt der Hersteller. Die Einstellungen können auch mit Handschuhen vorgenommen werden. Alternativ ist die Bedienung aller Funktionen über einen Drehgeber möglich.

Nicht nur der Abruf aller Schweißprozesse, die Kennlinienauswahl und die Einstellung der Betriebsarten sind schnell wählbar, auch die zusätzlichen Parameter wie z. B. die Gasvor- und Gasnachströmzeiten, Drosselwirkung, Einschleichen, Drahtrückbrand etc. können über das graphische Display einfach vorgenommen werden.

Die Bauserie HighPulse touch basiert auf dem „All-Inclusive-Konzept“: Obwohl viele Komponenten neu entwickelt wurden, sehr viel Zeit in das intuitive Bedienfeld und dessen Programmierung geflossen ist sowie alle gängigen Schweißkennlinien und Sonderschweißprozesse ohne Aufpreis inklusive sind, konnte das Preisniveau der neuen Anlagen gesenkt werden.

Multi-Prozess-Stromquellen

Neben den Standard-Fügeprozessen MIG/MAG-, PulseARC- und Elektroden-Hand-Schweißen hat Merkle serienmäßig drei weitere innovative Prozesse in diese Stromquellen integriert:

  • DeepARC: Bis zu doppelte Schweißgeschwindigkeit mit 30 Prozent tieferem Einbrand und nahezu keine Spritzeranhaftung kennzeichnen den DeepARC-Prozess. Eine hochdynamische Spannungsregelung ermöglicht einen kurzen, druckvollen und damit richtungsstabilen Sprühlichtbogen. Anwendungen finden sich bei niedrig- sowie hochlegierten Stählen und Aluminiumlegierungen. Die Nähte sind frei von störenden Einbrandkerben, Wurzel- und Flanken werden perfekt erfasst. Der Prozess ist selbst noch bei einem freien Drahtende (Stickout) von 40 mm stabil.
  • ColdMIG: Der ColdMIG Kurzlichtbogen-Prozess von Merkle zeichnet sich durch die geringere Wärmeeinbringung für optimales Verbinden von Dünnblechen zwischen 0,6 und 3 mm aus. Eine hohe Spaltüberbrückbarkeit mit neuen Qualitätsmaßstäben auch bei komplexen Anforderungen sowie die niedrige Wärmeeinbringung beim MIG-Löten sind weitere herausragende Merkmale des ColdMIG Prozesses.
  • HighUP: Der Fügeprozess HighUP kombiniert heiße Hochstrom-Phasen mit Phasen von reduzierter Wärmeeinbringung und sorgt so für verblüffend leichtes Steignahtschweißen. Gegenüber dem klassischen Tannenbaum-Schweißen ist der Schweißer laut Merkle bis zu 100 Prozent schneller mit der Naht fertig; gegenüber herkömmlichen Lösungen gewähre HighUP einen sicheren, tiefen Einbrand sowie ausgezeichnete Wurzel- und Flankenerfassung. Zudem sei der HighUP-Prozess leicht zu beherrschen: Die einfache Handhabung lässt selbst weniger geübtes Personal Steignähte in Profiqualität fertigen.

Bedienung über den Brenner

Der serienmäßig mitgelieferte Merkle Tedac-Schweißbrenner bietet eine Fernregelung direkt am Brenner. Sowohl die Energie, als auch die Lichtbogenlänge lassen sich am Brenner einstellen und ablesen. Im Job-Betrieb können bis zu 2000 Schweißjobs programmiert und einfach aufgerufen werden. Eine Bedienung ist natürlich auch mit Handschuhen möglich.

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