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Der Qualifikationsrahmen bringt Einstufung und internationale Vergleichbarkeit von verschiedenen Ausbildungsarten.

Qualifikationen: Gleichwertig, aber nicht gleichartig

13.04.2016

Das NQR-Gesetz (Nationaler Qualifikationsrahmen) bringt die Grundlage für die Einstufung von Meister und Co. gegenüber anderen (Hoch)Schulabschlüssen.

Der NQR basiert auf dem Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR), in dem acht Bildungsniveaus definiert sind, die das gesamte Spektrum von Lernergebnissen von Stufe 1 (grundlegende allgemeine Kenntnisse und Fertigkeiten) bis Stufe 8 (Beherrschung eines hoch spezialisierten Wissensgebiets) abdecken sollen. Die drei höchsten Niveaus entsprechen Hochschulabschlüssen wie Bachelor, Master und PhD, können aber ebenso für besonders anspruchsvolle berufliche Qualifikationen stehen. 
Der für Österreich neue Ansatz führt Abschlüsse aus allen Bildungsbereichen (auch „nicht-formale“ Qualifikationen) in einem einheitlichen Rahmen zusammen. Die Einstufung erfolgt nicht nach Institution, Dauer oder sonstigen Formalkriterien eines Bildungsprogramms, sondern nach zertifizierten Lernergebnissen. Zeugnisse der Allgemein- und Hochschulbildung, der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung werden so miteinander vergleichbar gemacht. „Damit werden Abschlüsse der (höheren) Berufsbildung wie etwa Meister, Werkmeister, Ingenieur und auch Abschlüsse der Erwachsenenbildung, die außerhalb des formalen Bildungssystems stehen, formal aufgewertet und in ihrer Wertigkeit sichtbarer“, freut sich Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ und Institutsleiter des ­Wifi Österreich. Auch auf europäischer Ebene würden heimische Bildungsabschlüsse wie Meister oder HTL-Ingenieur nun anerkannt, was bei Ausschreibungen wichtig sein könne. 
Eines der drei zentralen Kriterien zur Beschreibung der acht Niveaustufen ist die „Fertigkeit“, die auf kognitiver Ebene (z. B. als logisches, intuitives und kreatives Denken) ebenso wie auf praktischer Ebene (als Geschicklichkeit bzw. Verwendung von Methoden, Materialien und Werkzeugen) vorhanden sein kann. [gr] 

Autor/in:
Redaktion Metall
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