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Politik, Recht, Umwelt und Kultur beeinflussen die Fenster-Zukunft nachhaltig - und stärker als die reine Technologie. Das betont Volker Fitschen, der Geschäftsleiter Zentraleuropa der Roto-Division Fenster- und Türtechnologie.

Roto: „Das Fenster der Zukunft gibt es nicht“

10.09.2019

Diskussionsbeitrag. Geschäftsleiter Zentraleuropa von Roto plädiert, wenn es um die Zukunft des Fenstermarktes geht, für Differenzierung und Umdenken.

Diskussionen über das oder die Fenster der Zukunft identifizieren oft die Technik als entscheidenden Motor. „Genau das ist sie aber nicht“, sagt Volker Fitschen, Geschäftsleiter Zentraleuropa des Beschlagproduzenten Roto. Denn für die Fensterwelt und damit das Branchengeschäft von morgen seien andere, von außen wirkende Faktoren viel wichtiger. „Politik, Recht, Umwelt und Kultur etwa beeinflussen die Entwicklung nachhaltig und stärker als die reine Technologie.“ Diese Umfeldanalyse führt daher schnell zu der Erkenntnis, dass es das „Fenster der Zukunft“ nicht gibt. Vielmehr ist Fitschen davon überzeugt, dass das eigentliche Funktionsprinzip von Fenstern auch in 20 Jahren noch dem heute gültigen entspricht. „Bei einer Haltbarkeit von rund 30 Jahren werden Fenster nur in langen Zeitintervallen ausgetauscht. Da fällt die Entscheidung in der Regel für bekanntes und Gewohntes.“  So seien die meisten Menschen mit der Öffnungsart „Drehkipp“ – und damit mit den dafür entwickelten Beschlägen – groß geworden. Gerade deshalb würden sie sowohl bei der Renovierung als auch beim Neubau auf diese Technik setzen – „weil sie bewährt und gelernt ist“, so Fitschen. „Und weil sie sich, wie etwa unser neues Beschlagprogramm Roto NX etwa durch das Sicherheitsnovum TiltSafe beweist, permanent verbessert.“

High End versus Massenmarkt

Im Übrigen sei bei aller Faszination hochtechnischer, automatisierter bzw. digitalisierter Fenster, die sich etwa als Fernseher oder Tablet nutzen ließen, nicht zu übersehen, dass solche High End-Lösungen aktuell nur für eine „verschwinden kleine Zielgruppe“ in Frage kämen. Der für die Branche relevante Massenmarkt habe damit nichts zu tun. Der werde stattdessen unter anderem verstärkt vom dem akuten und sich weiter verschärfenden Wohnungsmangel speziell in Ballungsgebieten geprägt. Um diesen Herr zu werden, gehe es um bezahlbare Fenstersortimente in langfristig guter technischer und optischer Qualität. Eine Grundlage dafür sind laut Fitschen immer ausgefeiltere Produktionsverfahren. Seine Prognose deshalb: „Um die Wohnungsnot zu beseitigen, treffen wir im Neubau in zehn Jahren überwiegend Kunststofffenster mit Drehkipp-Beschlägen an.“

Klimawandel erfordert Lösungen

Und wie wirkt sich das gegenwärtige Top-Thema – der Klimawandel – auf die Fenster-Zukunft aus? In puncto „Energieeffizienz“ erwartet der Geschäftsleiter Zentraleuropa keine Quantensprünge mehr, denn hier verfüge die Branche bereits über ein Portfolio mit sehr guten Leistungswerten. Große Herausforderungen gebe es dagegen bei Schutz vor extremen Witterungsbedingungen wie Starkregen, Hagel, Stürmen oder gar Tornados, die infolge der Klimaveränderungen auch hierzulande  immer häufiger auftreten und schwere Schäden verursachen würden. „Fensterkonstruktionen und ihre Komponenten müssen enorme Kräfte abfangen. Spezielle Fensterbeschläge für den Hochwasserschutz und das Schiebesystem Patio Inowa dokumentieren, dass Roto bereits jetzt kompetente Problemlösungen anbietet.“

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