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Rundum gut geschützt

30.12.2018

Schutzkleidung. Damit sich ein Mitarbeiter in der Metallbearbeitung voll auf seine Aufgaben konzentrieren kann, braucht er auch den entsprechenden Arbeitsschutz.

Es blitzt, Funken und Späne fliegen, die Luft ist stickig und verraucht. Die täglichen Tätigkeiten in der Metallverarbeitung fordern die hundertprozentige Konzentration und Leistung der Mitarbeiter. Und um eine ebenso hohe Sicherheit zu gewährleisten, gehört der Arbeitsschutz unbedingt dazu. Dafür bieten die einschlägigen Hersteller Absaug- und Filteranlagen für saubere, reine Umgebungsluft sowie maßgeschneiderte persönliche Schutzausrüstungen (PSA) für den gesamten Körper.

Schweißrauch und Schleifstaub bestehen aus Partikeln, die Schwermetalle und toxische Stoffe enthalten. Werden diese eingeatmet, dringen die ultrafeinen Partikel tief in die Lunge des Schweißers oder Schleifers ein, wo sie zu Atembeschwerden, bronchialen Erkrankungen und im ärgsten Fall sogar über längere Zeit auch zu Krebs führen können.

Daher müssen diese schädlichen Partikel immer abgesaugt werden, am wirkungsvollsten direkt an der Entstehungsstelle. Laut Arbeitnehmerschutz darf eine bestimmte Partikelkonzentration in der Atemluft nicht überschritten werden. Die genauen Grenzwerte für Österreich wissen die einschlägigen Anlagenhersteller, wie etwa Kemper und Teka, die mit ihrem umfangreichen Produktprogramm für saubere Luft am Arbeitsplatz sorgen.

Absaugen, filtern, lüften

Zuerst messen sensible Sensoren permanent die Luftqualität in der Halle, erkennen dabei auch feinste Partikel. Die erfassten Messwerte lassen sich ortsunabhängig über Smartphone, Tablet oder PC überwachen und in einer Cloud speichern. Von dort erfolgen dann die Anweisungen an alle vernetzten Absaug- und Filteranlagen sowie Raumlüftungssysteme, die ihre Leistung bedarfsgerecht der Arbeitssituation anpassen. Die präzise Absaugung und Luftüberwachung gibt Betrieben auch die notwendige Sicherheit, um die gesetzlich verbindlichen Grenzwerte einzuhalten, die man in der Software hinterlegen kann. In der Werkshalle visualisiert eine Ampel gut sichtbar für alle Mitarbeiter den aktuellen Qualitätszustand der Umgebungsluft.

Für den sporadischen Einsatz mit geringen Schweißrauch- und Staubmengen eigen sich kostengünstige mobile Punktabsauggeräte, die direkt am „Ort des Geschehens“ die Rauch- und Staubbelastung mittels Absaugarm beseitigen. Für den dauerhaften Einsatz und bei mehreren Arbeitsplätzen sollte man stationäre und zentrale Schweißrauch-Absaug- und Filteranlagen installieren. Nach der Absaugung kann die gereinigte Luft in den Hallenbereich zurückgeführt werden. Sind diese Punktabsaugungen nicht ausreichend, helfen zusätzlich Hallen- oder Raumlüftungssysteme. So bietet neben Kemper und Teka auch Al-ko Therm einschlägige Anlagen an, sogar mit integrierter Wärmerückgewinnung und hundertprozentiger Frischluftzufuhr.

Schweißmasken

Wenn die Gefährdung oder Belastung nicht durch Absaug- und Filteranlagen beseitigt oder ausreichend vermindert werden kann, ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen. So etwa moderne Automatikschweißmasken mit einem selbstverdunkelnden Filter, wo man jederzeit alles sehen kann und die Maske daher nicht ständig hochklappen muss. Die Schweißmasken führen auch frische Luft zu und schützen zuverlässig Augen und Atemwege. Die Modelle von 3M sind auch relativ leichtgewichtig und bieten ein großes Sichtfeld, was Schweiß- und Schleifarbeiten enorm ererleichtert. Angeboten werden auch Schweißmasken mit Echtfarben-Optik, wobei eine spezielle Technologie die Arbeitsumgebung statt ins herkömmliche Grün in mehr natürliche Farbkontraste taucht.

Gehörschutz

Wünscht man sich in öffentlichen Verkehrsmitteln bei laut telefonierenden Zeitgenossen oft einen Gehörschutz, so ist er bei Lärmbelastung im Betrieb unbedingt notwendig, sobald eine bestimmte Lautstärke überschritten wird, um damit bleibende berufsbedingte Hörschäden zu vermeiden. Auch hier ist der Arbeitgeber verpflichtet, den entsprechenden Gehörschutz anzubieten, der über mehrere Stunden komfortabel zu tragen ist und den Betriebslärm ausreichend dämpft. Dabei können die Ohren mit einem Kapselgehörschutz (sieht aus wie ein normaler Kopfhörer) umschlossen werden, der besonders effizient ist bei hohen Frequenzen von 4000 bis 8000 Hertz. In diesem Bereich dämmen solche gepolsterten Kopfhörer die Lautstärke um etwa bis zu 40 dB. Bei tiefen Frequenzen ist dieser Wert geringer und liegt bei etwa 20 dB. Eine etwas leichtere Variante ist der nicht so gut dämpfende Bügelgehörschutz, das sind zwei Ohrenstöpsel verbunden über einen dünnen Plastikbügel. Die Klassiker in praktisch jeder Werkstatt sind Einwegstöpsel aus Schaumstoff. Die kleinen Helfer lassen sich einfach ins Ohr einführen und dämpfen ebenfalls sehr gut vorwiegend hohe Frequenzen. Und dann gibt es noch die sogenannte Otoplastik, das sind spezielle Ohrenstöpsel, die ein Hörgeräteakustiker individuell an den Gehörgang des Mitarbeiters anpasst. Dieser Gehörschutz ist zwar der teuerste, hält dafür jahrelang und lässt sich je nach aktueller Lärmbelastung mit flexibel austauschbaren Filtern ausstatten.

Sicherheitsschuhe

Baustellen sind keine Spazierwege. Schotter, rutschige Oberflächen oder glatte Gerüste stellen hohe Anforderungen an die Standund Trittfestigkeit der Arbeiter. Sturzverletzungen oder der Fall vom Gerüst stehen in der Unfallstatistik der AUVA ganz oben auf der Liste der Berufsverletzungen auf Baustellen. Dennoch kann man leider oftmals das „interessanteste“ Schuhwerk beobachten. Da Sicherheitsschuhe meist den ganzen Tag getragen werden, muss bei der Modellauswahl auch auf den Tragekomfort besonderer Wert gelegt werden. Drei wichtige technische Anforderungen hat ein Sicherheitsschuh zu erfüllen: eine rutschfeste, schützende Sohle (Kälteschutz, Brandschutz, etwa wenn man auf heiße Späne steigt), breite Stahlkappen und eine angenehme Dämpfung.

Warnschutzkleidung

Man kennt das zumeist von der Autobahn, wo man Bauarbeiter mit ihren orangefarbenen Warnwesten frühzeitig erkennen kann, gerade bei Nebel oder in der Dämmerung. Da kann es zuweilen lebenswichtig sein. Auch im Metallbau empfiehlt es sich auf vielen Baustellen, eine gut und weithin sichtbare Warnschutzkleidung zu tragen. Etwa eine Arbeitsjacke und Arbeitshose in den fluoreszierenden Farben orange und gelb. Und damit man diese Arbeitskleidung nicht unbedingt kaufen muss, bietet Mewa ein Mietservice: Die Schutzkleidung wird abgeholt, fachgerecht gewaschen und schrankfertig wieder geliefert. Ebenso wird die sichere Funktion des Warnschutzes überprüft. Sollten Reflexstreifen oder das fluoreszierende Gewebe abgenutzt sein, werden diese repariert oder ersetzt und somit die Schutz- und Warnfunktion dauerhaft gewährleistet.

Autor/in:
Gernot Wagner
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