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Schinnerl: Lasst uns arbeiten!

13.10.2014

„Quält uns nicht mit noch mehr Bürokratie!“ – das fordert der Bundesinnungsmeister und Landesinnungsmeister der NÖ Metalltechniker, Harald Schinnerl.

Der Mitbewerb aus dem Osten setze den derzeit 1.614 niederösterreichischen Metalltechnikbetrieben mit ihren rund 26.000 Mitarbeitern und zirka 700 Lehrlingen immer mehr zu. „Vor allem in den östlichen Bundesländern verspüren wir den Mitbewerb der Billiglohnländer sehr stark. Ob diese legal oder illegal bei uns arbeiten, es ist unseren Betrieben mit unseren Regeln und Gehältern preislich nicht mehr möglich, hier mitzuhalten“, so Landesinnungsmeister Harald Schinnerl gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Dafür punkten wir mit Beratung, Termintreue und Qualität. Auch im Fall eines späteren Service oder bei Reparaturarbeiten stehen unsere Betriebe als Ansprechpartner zur Verfügung und können die notwendigen Arbeiten kompetent, preisgünstig und kurzfristig durchführen.“

Bürokratie als Hemmnis

Ein ernstes Problem haben die Metalltechniker auch mit den laufenden Änderungen der Gesetze und Vorschriften sowie von Bestimmungen der Bauordnungen und des Normenwesens. „Es ist einem KMU (Klein- und Mittelbetrieb) nicht mehr möglich, sich hierbei am Laufenden zu halten“, so Innungsmeister Schinnerl. „Denn kaum hat man etwas Neues umgesetzt, gibt es schon wieder eine Novellierung der Vorschriften. Wo sich auf der gesetzgebenden Seite eine Heerschar von Personen beschäftigt, sollen in unseren Klein- und Mittelbetrieben ein Einzelner oder Wenige das Geforderte umsetzen. Das ist schlichtweg nicht machbar und eine enorme Hemmnis für unsere Betriebe. Ich fordere daher: Lasst uns bitte arbeiten, lasst uns mit all den neuen Vorschriften vertraut werden, und quält uns nicht mit überbordender Bürokratie!“

Bestbieterprinzip gefordert

Harald Schinnerl wünscht sich von der öffentlichen Hand außerdem, dass sie bei ihren Ausschreibungen nicht nur den Preis berücksichtigt, sondern dass sie in ihre Bewertung des jeweiligen Betriebsangebotes auch die Beschäftigung von Lehrlingen und von über 50-jährigen Mitarbeitern des jeweiligen Betriebes einfließen lässt. [noewpd/dsh]

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