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Sonnenschutz an Wiener Pilotbauprojekt

06.06.2018

Energieoptimierte Bauweise und hohe Ausstattungsqualität stehen hier nicht in Widerspruch zu leistbarem Wohnen.

Valetta

Die 1960 gegründete Valetta Sonnenschutztechnik ist einer der führenden Anbieter am heimischen Sonnenschutz-Markt. Das Familienunternehmen sichert mehr als 150 Arbeitsplätze allein am Stammsitz in Linz und erwirtschaftet damit einen jährlichen Umsatz von rund 19 Mio. Euro. Das Unternehmen produziert rund 140.000 Einheiten Sonnenschutz, die von mehr als 250 Fachpartnern und -händlern in ganz Österreich vertrieben werden. Das Produktportfolio umfasst Standardprodukte wie Markisen, Rollläden, Raffstoren, Jalousien, Insektenschutzgitter, Beschattungen etc., aber ebenso spezielle Objektlösungen wie Einwellensysteme.

www.valetta.at

Das Projekt „Home 21“ in Wien Floridsdorf bietet temporäres Wohnen ohne Eigenmittel zum unschlagbaren Mietpreis von 7,50 pro Quadratmeter – inklusive Betriebskosten und Steuern. Dabei sind Bauqualität und Wohnkomfort alles andere als billig: Energieoptimierte Bauweise und hohe Ausstattungsqualität. Wie zum Beispiel ein hochwertiger Sonnenschutz samt Funksteuerung von Valetta bei allen Fenstern und Fenstertüren des Gebäudes.

Home 21 ist das erste Projekt der Wiener Wohnbauoffensive im Rahmen des „Sofortbauprogramms“, mit dem die Stadt Wien auf die aktuelle und prognostizierte Bevölkerungsentwicklung und die steigende Nachfrage nach Wohnraum reagiert. „Der Bedarf an Wohnungen in Wien ist enorm, die hohen Mieten sind vor allem für junge Familien und Alleinerzieher kaum noch leistbar. Das kann man so nicht hinnehmen“, ist Winfried Kallinger überzeugt. Mit der seit kurzem unter dem Namen „Kallinger Projekte“ zusammengefassten Bauträgergruppe engagiert sich Kallinger bereits seit Jahren in der Schaffung von leistbarem Wohnraum, der sowohl kosteneffizient ist als auch hochwertige Qualität in puncto Bauausführung und Ausstattung bietet.

„Mit den geförderten Wohnungen in Schnellbauweise schaffen wir flexiblen und besonders kostengünstigen Wohnraum. Das ist vor allem für die wachsende Gruppe junger Wienerinnen und Wiener, die ihren Lebensmittelpunkt noch nicht festlegen wollen, aber auch für Menschen, die aus anderen Gründen temporären Wohnraum suchen, eine attraktive Option“, betonte der ehemalige Wohnbaustadtrat und jetzige Wiener Bürgermeister Michael Ludwig im Zuge der Baugleiche im Mai 2017.

Reduktion von Kosten und Energiebedarf

Eine energieeffiziente Bauweise ist alleine schon aufgrund der baurechtlichen Bestimmungen heute sowohl im Neubau als auch in der Sanierung eine Selbstverständlichkeit. Vollwärmeschutz, eine dichte Gebäudehülle und hochwertige Fenster- und Türöffnungen tragen dazu bei, den Heizwärmebedarf und damit die Energiekosten deutlich zu senken. Im Gegenzug wird leider immer mehr Energie in die Klimatisierung und Kühlung von Innenräumen in den Sommermonaten gesteckt, womit die Einsparungseffekte allzu oft wieder zunichte gemacht werden. Das gilt für Bürogebäude genauso wie zunehmend auch im Wohnbaubereich. Dabei könnte ein effektiver Sonnenschutz Abhilfe schaffen – umweltschonend ganz ohne zusätzlichen Energiebedarf.

„Mittlerweile sind Bauherren und Bauträger auch auf das Thema Sonnenschutz sensibilisiert. Vor allem, weil sich damit die Kosten für den Gebäudebetrieb deutlich reduzieren lassen. Wenn man beispielsweise Raffstore an der Fassade montiert, lässt sich der Kühlbedarf leicht um ein Drittel reduzieren. Auch die Auslegung der Klimaanlage bzw. der Kühlleistung kann mit einem außenliegenden Sonnenschutz deutlich geringer ausfallen. Das alles bringt natürlich enorme Einsparungseffekte mit sich“, beschreibt Andreas Klotzner, einer der beiden Geschäftsführer von Valetta Sonnenschutztechnik, die aktuelle Entwicklung.

Licht- und Sichtschutz

Für Winfried Kallinger ist ein effektiver Sonnenschutz eine Selbstverständlichkeit: „Schon seit einigen Jahren sind alle unsere Projekte mit Sonnenschutzlösungen ausgestattet.“ Dabei werden diese nicht nur nach bauphysikalischer Notwendigkeit eingesetzt, sondern in der Regel rundum – auch an der Nordseite von Gebäuden. „Hauptsächlich deshalb, weil der Sonnenschutz für die Bewohner weit mehr Vorteile und Annehmlichkeiten fürs Wohnen bringt und beispielsweise auch die Funktion des Sichtschutzes übernimmt – und den will man bei einem Fenster nach Norden genauso haben wie zum Balkon oder zur Terrasse im Süden“, so Kallinger.

Dieser Einschätzung stimmt auch Andreas Klotzner zu: „Im privaten Wohnbereich ist der Sonnenschutz heute Standard. Hier geht es nicht nur um einen effektiven Schutz vor Überhitzung der Wohnräume, sondern genauso um Licht- und Sichtschutz, oft in Kombination mit einem Insektenschutz oder dem Einbruchsschutz, den beispielsweise Rollläden im Erdgeschoß bieten. Im privaten Wohnbereich ist das Thema zu 100 Prozent angekommen.“

Gestaltungselement

Im Vorzeigeprojekt Home 21 sind alle 546 Fenstertüren und französischen Fenster mit Raffstoren als außenliegender Sonnenschutz versehen. Raffstore sind außerordentlich langlebig und ihre strapazierfähige Oberfläche ist schlag- und kratzfest. Durch ihre randgebördelten Lamellen und die Schienenführung sind sie auch an höheren Gebäuden besonders windstabil. Für die Bewohner besonders komfortabel ist der geräuscharme Lauf durch die dämpfende Gummieinlage. Die Sonnenschutzkästen sind sichtbar ausgeführt, sitzen in der Fensterlaibung und sind bündig mit der Putzfassade ausgeführt. Bei der sichtbaren Ausführung waren sich der Bauträger und das Architektenteam von trans_citiy schnell einig: „Die an der Fassade sichtbaren Sonnenschutzkästen sind ein Gestaltungselement – vergleichbar mit dem Chromstreifen beim Auto“, zieht Kallinger den Vergleich zum Automobildesign. Die eigentliche Besonderheit bei der Ausführung des Sonnenschutzes im Home 21 ist aber die Steuerung, denn anstelle der ursprünglich geplanten mechanischen Steuerung mittels Seilzug, wurde eine Funklösung eingebaut. „Das ist eigentlich ein Luxus im geförderten, sozialen Wohnbau. Wir haben uns aber letztendlich für die Funklösung entschieden, weil diese weniger wartungsintensiv ist als ein mechanischer Antrieb und gleichzeitig auch Fehlbedienungen ausgeschlossen werden können“, begründet Kallinger die komfortablere Lösung.

Patentiertes Bausystem

Als Pilotprojekt steht die Home 21 Anlage für besonders kostengünstigen Wohnraum. Basis dafür ist das patentierte Bausystem „Slim Building“, das auf der Grundlage der Rahmenbauweise basiert. Statt dicker Betonstützen tragen im Slim Building wesentlich schlankere Formstahlstützen die einzelnen Geschoße, massive Bauteile kommen ausschließlich als Aussteifung für die Erdbebensicherheit zum Einsatz.

Die Wände zwischen den Stützen können in allen erdenklichen, leichten Materialien ausgeführt und frei im Raum positioniert sowie auch wieder entfernt werden. Daraus ergibt sich eine maximale Nutzungsflexibilität, die gerade beim Home 21 wesentliche Vorteile bietet. Denn eigentlich ist der Baugrund als Betriebsbaugebiet gewidmet und konnte nur über eine Ausnahmegenehmigung im Zuge des Sofortbauprogramms mit einem Gebäude mit temporärer Wohnnutzung bebaut werden. Dank dem Slim-Building-Konzept und der ausgeführten Raumhöhe von 2,80 Metern steht einer Umnutzung nichts im Wege, für den Fall, dass die dauerhafte Wohnbaubewilligung nicht erteilt oder die Nutzung als Wohnraum nicht mehr erforderlich wäre.

Mit vergleichsweise geringem baulichen Aufwand ließe sich das Gebäude also innerhalb kurzer Zeit beispielsweise zu einem Büro umbauen. Für den entsprechenden Sonnenschutz im Hinblick auf Arbeitnehmerschutz oder Computerarbeitsplatzverordnung wäre auch in diesem Nutzungsfall schon gesorgt.

Siehe auch bauzeitung: Home21: Alles andere als gewöhnlich

Autor/in:
Redaktion Metall
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