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FDM-Inhaber Fritz Danner (li.) und Michael Danner bürgen für qualifizierte und normgerechte Schweißungen.

Stahlstützen nach Neu Delhi

19.09.2017

Der Laakirchner Stahlbauer FDM liefert 70 Tonnen hochpräzise Komponenten für ein Umspannwerk in Indien.

Vor der Verschiffung wurden die Komponenten aufgebaut und einem Leistungstest unterzogen.

Es ist ein Prestigeauftrag, der im Sommer in der Werkstatt der FDM Metalltechnik GmbH gefertigt wurde. Für ein Umspannwerk von GE T&D India Ltd. in New Delhi, das von Trench Austria mit Hochspannungsprodukten ausgestattet wird, liefern die Metalltechniker aus Laakirchen insgesamt 96 Stützen. Weil diese Stahlkonstruktionen Luftdrosselspulen und Isolatoren tragen, war neben höchster handwerklicher Qualität, minutiöser Dokumentation der Produktion auch absolute Liefertreue unerlässlich. In gerade einmal vier Wochen wurde der 150.000 Euro-Auftrag bei FDM produziert, danach feuerverzinkt und teilweise bei Trench Austria in Leonding zur Probe und Prüfung aufgebaut. Ende August wurden die insgesamt 70 Tonnen schweren Komponenten gemeinsam mit allen anderen Anlagenkomponenten vom Hafen Hamburg nach Indien verschifft.

Präzision gefordert

Hohe Maßhaltigkeit und geringe Form- und Lagetoleranzen sind Kriterien, die den Ausschlag für die Auftragserteilung an FDM Metalltechnik GmbH gegeben haben, betont man bei Trench Austria. Die Maßtoleranz betrug demnach gerade einmal +/- 1mm auf 2.500 mm. Besonders kritisch bei den handwerklich äußert anspruchsvollen Stützen ist es, die Parallelität von jenen Kopf- und Fußplatten sicherzustellen, die auf ein Stahlrohr aufgeschweißt werden. „FDM hat sich schon in der Vergangenheit in puncto Termintreue und Verarbeitungsqualität als extrem schlagkräftig erwiesen“, heißt es vonseiten des Auftraggebers Trench Austria. Es sei also ein logischer Schritt gewesen, auch diese Komponenten in der Spezialwerkstatt von FDM fertigen zu lassen.

Technische Ausstattung braucht Qualifikation

Um den strengen Vorgaben tatsächlich entsprechen zu können, fertigte FDM die Komponenten auf gehärteten Spann-Schweißtischen. „Diese Tische kosten jeweils rund 10.000 Euro“, erklärt FDM-Inhaber und Geschäftsführer Fritz Danner. Um diese fachgerecht bedienen zu können, braucht es freilich hochqualifiziertes Personal. „Alle unsere Produktionsmitarbeiter haben natürlich einen Schweißnachweis und werden von einem Schweißmeister nach EN 1090 angeleitet und koordiniert“, betont Danner. Geradezu minutiös verlaufe die vorgeschriebene Dokumentation des Produktionsprozesses. „Wir müssen für alle verarbeiteten Stähle Qualitätsnachweise liefern und auch die Chargennummern der Schweißapparate und verwendeten Gase vorweisen“, präzisiert Danner. Nach der Fertigung bei FDM wurden die Stützen in die Verzinkerei gebracht, danach hochseetauglich verpackt und schließlich zu Trench geliefert.

Generalprobe vor der Verschiffung

Da man bei der Endmontage in Indien nichts dem Zufall überlassen darf, kam es im Juli bei Trench Austria in Leonding noch zu einer Art Generalprobe. „Von jeder Type wurde bei uns eine komplette Spule auf Isolatoren und FDM-Tragstützen aufgebaut und ein Funktions- und Leistungstest durchgeführt, um die für eine kundenseitige Abnahme erforderlichen Prüfprotokolle erstellen zu können. Aufgrund des Gewichts waren jeweils 16 Lkw-Transporte notwendig, um die 96 Stützen von FDM in die Verzinkerei, von dort zum Probeaufbau bei Trench Austria und schließlich in das Zwischenlager im Linzer Hafen zu transportieren. Im Oktober soll in Indien die Endmontage erfolgen.

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