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Meister von heute sind die Garanten für eine hohe Qualität des Handwerks und der Ausbildung.

Steiermark zahlt „Meisterprämie“

22.10.2019

Ab sofort gibt es 1.000 Euro für jede bestandene Meisterprüfung.

Meister = Job

Laut aktuellen Arbeitsmarktdaten ist in Deutschland die Arbeitslosenrate bei Meistern und Technikern am niedrigsten.

Während die Arbeitslosenquote in Deutschland bei den Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung im Jahr 2018 bei 3,4 Prozent lag, war sie bei den Personen ohne Berufsausbildung mit 17,4 Prozent mehr als fünfmal so hoch. Bei den Akademikern betrug die Arbeitslosigkeit zwei Prozent.
Fazit: Personen ohne Berufsausbildung weisen ein wesentlich höheres Risiko auf, arbeitslos zu sein, als Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung.

Steirerinnen und Steirer, die eine Meister- oder Befähigungsprüfung bestehen, bekommen ab dem nächsten Jahr einen Zuschuss in der Höhe von 1.000 Euro. Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (alle ÖVP) haben das Modell gemeinsam mit Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk und Spartenobmann Hermann Talowski vorgestellt.

Laut Herk würde durch die Prämie einer „bildungspolitischer Diskriminierung entgegen gesteuert“. Eine Meisterausbildung koste in der Steiermark derzeit rund 6.810 Euro. Betriebe, die diese Kosten übernehmen, können bei der steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG eine Förderung von bis zu 2.500 Euro beantragen. Den Rest müssen aber die Unternehmen oder die Prüflinge selbst tragen. Dem gegenüber würden Studierende ihre Ausbildung vom Staat finanziert bekommen, heißt es vonseiten der steirischen ÖVP-Granden. LH Schützenhöfer zufolge soll der vereinbarte Zuschuss symbolisch zeigen, „dass Meister dem Talenteland Steiermark sehr wichtig sind.“ Nicht zuletzt hätten erst jüngst bei den Berufsweltmeisterschaften in Kazan fünf steirische Fachkräfte Medaillen abräumen können.

Laut Wirtschaftslandesrätin Eibinger-Miedl soll die Prämie an alle Sparten ausgezahlt und dabei vom Wirtschaftsressort des Landes Steiermark gedeckt werden. Die Landesrätin will dadurch „Perspektiven stärken“ und sieht eine „Renaissance des Handwerks“. In der Steiermark werden derzeit pro Jahr rund 500 Meisterprüfungen erfolgreich abgelegt.

Für Grazer Meisterinnen und Meister übernimmt die Grazer Stadtregierung die Hälfte der Prämie. Bürgermeister Nagl schätzt das Projekt als „starkes Signal an den Arbeitsmarkt“ und hofft auf noch mehr Qualität. Für die Landeshauptstadt werden die Kosten auf rund 80.000 Euro pro Jahr geschätzt, diese sollen laut Nagl von der städtischen Wirtschaftsabteilung getragen werden. Auch Personen, die ihre Meisterprüfung noch heuer im November oder Dezember absolvieren, können ab Jänner 2020 unter Vorlage des Zeugnisses den Bonus beanspruchen.

Der steirische Spartenobmann für Handwerk und Gewerbe, Hermann Talowski, will das Zuschuss-Modell bundesweit zum Thema machen und sieht in dem Beschluss „eine ganz klare Botschaft an Wien und die künftige Bundesregierung.“ [apa]

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