Direkt zum Inhalt
Beim torsionalen Verfahren werden die Schwingungen nur wenig in den Bereich um die Schweißnaht herum eingeleitet werden. Dadurch werden empfindliche Bauteile sowie Oberflächen geschont und gleichzeitig im Schweißbereich höhere Energiedichten erzielt.

Telsonic erhält „Materialica-Award 2019“

06.11.2019

Verbindungstechnik. Auszeichnung für das torsionale Ultraschallschweißen als Fügetechnik für den Leichtbau.

„Best-Of“-Materialica-Award 2019“.
Telsonic

Die Telsonic Gruppe mit Hauptsitz in Bronschhofen (Schweiz) ist seit 1966 mit technologischen Ultraschall-Lösungen in Europa, Amerika und Asien vertreten. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern hat sich auf das Kunststoff- und Metallschweißen sowie das Reinigen, Sieben und Schneiden mit Ultraschall spezialisiert. Diese Kompetenzen sind vor allem bei Themen wie Leichtbau, Elektromobilität, Batterieherstellung, Verpackungsindustrie, Medizintechnik und 3D-Druck gefragt.

www.telsonic.com

Der „Materialica-Award“ zeichnet nachhaltige Materialien und innovative Technologien aus. Er gilt als richtungsweisend für innovative Produkte an der Schnittstelle von Materialentwicklung und -anwendung sowie für ästhetisches und funktionales Design. Im Rahmen der Fachmesse „eMove 360°“ Mitte Oktober in München hat die Jury das torsionale Ultraschallschweißverfahren „Soniqtwist“ von Telsonic mit dem „Best-Of“-Materialica-Award 2019 in der Kategorie Surface & Technology ausgezeichnet. Mit dem Fügeverfahren lassen sich beispielsweise Sensoren an dünnwandigen, bereits lackierten Stoßfängern befestigen, ohne auf den empfindlichen Oberflächen Abzeichnungen zu hinterlassen. In der Praxis wird das Verfahren bereits von Unternehmen wie Volkswagen, Skoda und Ford eingesetzt.

So funktioniert‘s

Das torsionale Verfahren bietet den Vorteil, dass die Schwingungen nur wenig in den Bereich um die Schweißnaht herum eingeleitet werden. Dadurch werden einerseits empfindliche Bauteile sowie Oberflächen geschont und anderseits im Schweißbereich höhere Energiedichten erzielt. So entsteht eine feste, mechanisch stabile Verbindung, die auch starken Vibrationen standhält. Das Schweißsystem ist in der Regel vertikal aufgebaut. Die Schwingungen werden jedoch tangential eingeleitet; die Sonotrode nimmt den oberen Fügepartner mit und bewegt ihn horizontal zum unteren Teil. Durch die hohe Schwingfrequenz von 20 kHz bei angepasster Amplitude und Schweißdruck entsteht eine Schmelze zwischen den Fügepartnern. Gleichzeitig sorgt die torsionale Bewegung der Sonotrode dafür, dass die Umgebung der Schweißzone durch den Ultraschall praktisch nicht belastet wird. Deshalb eignet sich das Verfahren besonders für empfindliche Anwendungen wie bei bereits lackierten Dünnwandstoßfängern, wo Schwingungen außerhalb der Schweißzone eine Schädigung hervorrufen könnten.

Werbung

Weiterführende Themen

Robust Feed Pro.
Schweissen
14.08.2019

SCHWEISSEN 2019: Robust Feed Pro von Esab feiert in Linz seine Europapremiere.

Gasgekühlter Dinse Schweißbrenner DIX MET 352 schweißt Teile eines Gitterträgers.
Schweissen
14.08.2019

Praxis. Schweißsysteme veredeln maßgeschneiderte Produktionsanlagen.

Intuitive Bedienung über das große Grafikdisplay mit symbolgesteuerter Menüführung.
Schweissen
07.08.2019

SCHWEISSEN 2019: Mit der ersten Hochfrequenzzündung am Akku setzt Lorch laut eigenen Angaben Maßstäbe beim WIG-Schweißen.

Seit ihrer Premiere 1952 kommt die Branche im olympischen Rhythmus von vier Jahren auf der Fachmesse "Schweissen & Schneiden" zusammen.
Schweissen
04.07.2019

Schon zahlreiche Anmeldungen für die Weltleitmesse der Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik, „Schweissen & Schneiden 2021“.

Der Schweißtraktor ArcRover 22 mit Führungsschienen beim Längsnaht-Schweißen.
Metallbau
05.04.2019

Praxis. Innovative Metalltechnik erlaubt es dem Linzer Lüftungssystemhersteller Aumayr auch solche Luftleitungen herzustellen, bei denen ein konventioneller Lüftungsbauer ...

Werbung