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Thyssenkrupp häufte in der Coronakrise noch mehr Verluste im Quartal an.

Thyssenkrupp präsentiert Sanierungsplan

20.05.2020

Thyssenkrupp hat in seiner Halbzeit-Bilanz des Geschäftsjahres 2019/20 ein Minus von 1,3 Milliarden Euro bekanntgegeben. Nun will sich das Unternehmen von einigen Bereichen trennen.

Um das kriselnde Unternehmen zu retten, hat Thyssenkrupp-CEO Martina Merz nun einen Sanierungsplan vorgestellt. Konkret will sich der Konzern von einigen Geschäftsfeldern trennen. So sollen unter anderem für den Anlagenbau, das Edelstahlwerk in Terni (Italien) sowie für den Bereich Federn und Stabilisatoren entweder Partnerschaften oder Käufer gefunden werden. Für die Bereich Infrastruktur, Grobblech und Battery Solution prüft das Unternehmen ebenfalls einen Verkauf. Auch Standortschließungen sind im Gespräch. Insgesamt sind rund 20.000 Mitarbeiter betroffen.

Wie geht es mit der Stahlsparte weiter?

Die Zukunft des einstigen Vorzeigebereichs „Stahl“ ist dagegen weiter ungewiss. Momentan wird geprüft, ob das Geschäftsfeld weiter ein eigenständiger Bereich bleiben oder ob eine Partnerschaft mit einem Wettbewerber eingegangen werden soll. „Gespräche finden mit Kenntnis des Aufsichtsrats bereits statt“, teilte Thyssenkrupp mit. Auch eine Abgabe der Mehrheit an der Stahlsparte sei aber denkbar.

Durch die Coronakrise kommt es bei Stahl derzeit verstärkt zu Überkapazitäten in Europa. Deshalb nehme die Notwendigkeit einer Konsolidierung weiter zu, teilte das Unternehmen mit. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Stahlbereichs zu sichern, hatte Thyssenkrupp zuletzt die „Stahl-Strategie 20-30“ beschlossen. Dazu zählen unter anderem der Abbau von 3.000 Arbeitsplätzen sowie Investitionen in der Höhe von 800 Millionen Euro in den kommenden sechs Jahren. Die Umsetzung der Strategie soll auch bei einer Partnerschaft fortgeführt werden, wie es heißt.

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