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Am Demonstrationsobjekt wird vorgeführt, wie Türwiderstand und Dichtungsdruck ideal eingestellt werden können und ein Wackeln der Schließeinrichtung ausgeschlossen wird.

Verstellbarer Schlossfallenbereich

01.12.2018

Ein Wiener Techniker hat eine Verstelleinrichtung für die Schlossfalle in Metallzargen entwickelt, die die präzise Einstellung von Türschlössern erheblich erleichtert.

Peter Tetzner sieht ein großes Marktpotenzial für seine Entwicklung.

Im kommerziellen Wohnbau gelangen bei Türen meist Stahlzargen in verschiedenen Ausführungen zur Anwendung. Die Schließposition der Türe wird durch die Arretierung der Schlossfalle im Schließblech an der Stahlzarge bestimmt. Eine Anpassung der Schließposition ist nur schwer möglich (etwa durch Ausfeilung des Schließblechbereichs). Die Folge ist oft eine Schwergängigkeit der Türe bei der Bedienung, im Besonderen das Aufschnappen der Schlossfalle oder eine schlecht arretierte (wackelnde) Türe verbunden mit schlechter Wärme- und Schalldämmung sowie geringerem Einbruchsschutz (zu hohes Spaltmaß/Falzluft).

Als Sachverständiger für mechanische Sicherheitseinrichtungen sieht der Wiener Ing. Peter Tetzner öfter das Problem, dass die Schließsysteme bei Türen schlecht eingestellt – oder schwierig einzustellen – sind. Er kam auf die Idee zur Entwicklung einer neuartigen, leicht in Serie herstellbaren Verstelleinrichtung für die Schlossfalle in Metallzargen. Die Entwicklung ermöglicht eine einfache Justierung des Einrastens des Türschlosses in die Zarge. Probleme beim Schließvorgang, wie die Schwergängigkeit der Türe, Undichtheiten und hohe Spaltmaße, können damit rasch behoben werden.

Durch diese Erfindung wird es möglich, den Schließzustand der Türe optimal einzustellen und in Bezug auf die Öffnungskraft auf persönliche Bedürfnisse einzugehen. Damit kann auch der Schall-, Wärmeund Einbruchsschutz bei Türen verbessert werden.

Die neuartige Schlossfalle basiert auf kostengünstig herstellbaren Elementen aus hochwertigem Stahl und einer Justiereinrichtung mit zwei Schraubelementen. Anwendungsmöglichkeiten findet die Entwicklung bei Stahlzargen aller üblichen Bauformen (Umfassungs-, Eck-, Blockzarge) im Außen- und Innenbereich, aber auch bei Zargen aus anderen Metallen wie etwa Aluminium.

Peter Tetzner hat seine Entwicklung 2017 in Österreich zum Patent angemeldet und erwartet demnächst den Zuerkennungsbescheid. Ein PTC-Verfahren für den internationalen Patentschutz ist in Vorbereitung. Parallel dazu läuft über den Austria Wirtschaftsservice (AWS) bereits die Kontaktaufnahme zu etwa 25 Zargenherstellern in Österreich, Deutschland und der Schweiz. „Für einen Zargenhersteller kann diese Entwicklung ein enormer Wettbewerbsvorteil sein“, sagt Tetzner im Gespräch mit METALL.

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