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Internet-Vlogger Rafael Eisler (Mitte) dokumentierte seine Tour durch sechs Wiener Metalltechnikbetriebe und konnte am Ende des Tages einen fertigen „Minecraft-Avatar“ aus Stahl mit nach Hause nehmen.

YouTube-Star als Metall-Botschafter

01.12.2016

So wirbt die Innung Wien für die Metalltechnik-Lehre: Der mit fast 400.000 Abonnenten erfolgreichste „Vlogger“ Österreichs erklärt auf YouTube die Berufe der Metalltechnik.

Rafael Eisler mit seinem „Youtube-Werkzeug“, der Kamera, bei der Reparatur eines beschädigten Bohrers bei der Firma Wedco.
Bei der Firma Weidenthaler lernt Multimedia-Spezialist Eisler, was Metalldrücker alles können.

Rafael Eisler hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Laut „DerStandard“ ist der 19-Jährige mit hunderttausenden Abonnenten und durchschnittlich mehr als 100.000 Zusehern täglich(!) im Internet „der erfolgreichste Gaming-YouTuber Öster­reichs“. Und er verdient damit auch Geld.
„So wie andere Jugendliche Fußball spielen, begann ich 2011 hobbymäßig in einem YouTube-Kanal mitzuspielen“, erklärt Eisler den Beginn seiner Karriere. Später wurde er mit seinem eigenen Channel unter dem Pseudonym „Venicraft“ immer erfolgreicher und fand vor allem auch in Deutschland Beachtung. Der HTL-Schüler investierte immer mehr Zeit in seine YouTube-Aktivitäten, „maximal vier Stunden Schlaf pro Tag“ waren die Folge. Eine weitere Folge waren aber auch die Einnahmemöglichkeiten, die sich durch den erfolgreichen YouTube-Channel ergaben. Seit 2014 dreht Eisler seine Clips auch in Kooperation mit Unternehmen – aber dennoch in seinem eigenen Stil. 
Nach dem Abschluss der HTL im Sommer 2016 machte sich der „Shooting Star“ der heimischen Vlogger-Szene schließlich selbstständig, um sich beruflich ganz auf die Videoarbeit im Internet zu konzentrieren. Zu dieser Zeit wurde auch der Geschäftsführer der Landesinnung Metalltechnik in der Wiener Wirtschaftskammer, Leonhard Palden, auf den jungen Burschen aufmerksam. Bei der Suche nach Auszubildenden scheinen die klassischen Formen der Werbung nicht mehr richtig zu greifen, und in der WKO suchte man neue Wege, um an Jugendliche als potenzielle Lehrlinge heranzukommen. Etwa „hippe“ Kommunikationskanäle wie YouTube oder WhatsApp. Und hier passt der Internet-Star Rafael Eisler hervorragend ins Konzept: „Venicraft“ als Botschafter, der den Lehrberuf Metalltechnik in der jugendgerechten Formensprache des Internets präsentiert.
„Rafael bzw. ‚Venicraft‘ hat uns fasziniert, auch weil er an junge Leute herankommt, die bereits eine gewisse Technik­affinität besitzen“, erklärt Leonhard Palden. Im Auftrag der WK Wien tourte Eisler einen Tag lang durch sechs Wiener Metalltechnikbetriebe, um die Herstellung einer eigens für ihn entworfenen „Minecraft“-Figur aus Stahl persönlich zu begleiten – und zu filmen. Erste Station war die Metalldrückerei Weidenthaler, danach ging es zur Schlosserei Gebr. Haas, anschließend wurde die fast fertige Figur bei der Firma Wittka galvanisch vernickelt, bei der Firma Weinrank wurde ein Türchen mit Scharnier angebracht, ein dabei beschädigter Bohrer wurde dann bei der Firma Wedco nachgeschliffen, und zum Schluss wurde von der Firma Senft noch ein alarmgesichertes Schloss eingebaut. 
Am Ende des Drehtages schnitt Eisler das gesammelte Videomaterial zu einem 14-minütigen „Vlog“ (Kunstwort aus „Video“ und „Blog“) der nun auf YouTube abzurufen ist.
Welche Eindrücke sind aber für ­Rafael Eisler aus der Tour durch die Wiener Metalltechnikbetriebe persönlich geblieben? „Wir hatten in der ersten und zweiten HTL ja auch noch eine Metallwerkstätte, und da habe ich in den Firmen schon einige Geräte wiedererkannt.“ Dabei zeigt sich Eisler von den Metalldrückern besonders angetan, „die mit bloßer Kraft aus einer runden Metallplatte einen konischen Hohlkörper erzeugen“. Und auch massive Konstruktionen hinterließen einen Eindruck auf den You­Tube-Star: „Fasziniert hat mich, wie etwa bei den Gebrüdern Haas auch ganz große Konstruktionen aus Metall geschaffen werden.“  [red/gr] 

Hier gehts zum Video: MEIN MINECRAFT SKIN IN REALLIFE!

Autor/in:
Redaktion Metall
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