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Dos and Don´ts der Trinkwasserhygiene

09.06.2017

Die Sicherstellung der Trinkwasserhygiene wird bei der Errichtung oder Sanierung von Trinkwasserinstallationen in Gebäuden vom Kunden durch die steigenden rechtlichen Auflagen immer öfter gefordert. 

Einen Einblick in die Herausforderungen und Lösungen zur Trinkwasserhygiene aus technischer, rechtlicher und mikrobiologischer Sicht bietet der österreichweit 1. Fachkongress des FORUM Wasserhygiene zum Thema „Qualitätssicherung des Trinkwassers im Gebäude“ am 7. September 2017 in der Orangerie Schönbrunn in Wien.
Ob bei der Planung, Errichtung oder Betrieb von Trinkwasserinstallationen: Die Verantwortlichen kommen in Schadensfällen immer stärker in die Haftung, wenn sie ihre Sorgfaltspflicht hinsichtlich der Trinkwasserhygiene nicht im vorgeschriebenen Maße wahrnehmen. Kernthemen werden die rechtlichen Grundlagen, Verantwortlichkeiten und Pflichten der Betreiber von Trinkwasserinstallationen, Risikominimierung bei der Planung und Errichtung von Trinkwasserinstallationen sein.

 

Kurzinterview mit Referent Ing. Johannes Quicala zu seinem Vortrag über die Dokumentation bei Trinkwasserinstallationen.
1. Warum ist Dokumentation bei Trinkwasserinstallationen so wichtig?

Keine komplexe Anlage kann ohne Informationen über ihren Aufbau, Komponenten, Betriebsdaten usw. sicher und verlässlich betrieben werden. Trinkwassersysteme sind hier keine Ausnahme. Im Fall von Störungen sind Pläne, Leitungsschemata und Aufzeichnungen zu getätigten Maßnahmen und Betriebszuständen (Temperaturverläufe, Verbräuche, Nutzungsfrequenzen usw.) unverzichtbare Grundlage für das weitere Handeln. Schließlich ist eine gut geführte Dokumentation einer ordentlich konstruierten, errichteten und betriebenen Anlage im Schadens- oder Erkrankungsfall ein entlastender Nachweis für die erfüllte Sorgfaltspflicht.

2. Welche Schritte sollten bei Trinkwasserinstallationen dokumentiert werden?

Die Dokumentation beginnt bereits bei der Planung und Errichtung, führt weiter über die Inbetriebnahme und Übergabe einer Anlage und bezieht auch Aufzeichnungen über den laufenden Betrieb mit ein. Reparaturen und Wartungen sollten ebenso dokumentiert werden, wie auch periodische Überprüfungen des mikrobiologischen Zustandes der Anlage durch Beprobungen.

3. Welche zukünftigen Entwicklungen sehen Sie im Bereich der Dokumentation bei Trinkwasserinstallationen?

Hier geht der Trend ganz klar in Richtung Einsatz von elektronischen Systemen zu Dokumentations- und Überwachungszwecken. Die Sammlung und Darstellung von Daten  – Stichwort „Datamining“ – ist in vielen Bereichen schon längst üblich. Zusätzlich ist von einem Ansteigen der Komplexität der Anforderungen auszugehen, wie z.B. die Beprobung mit Clusterbildung bei dezentralen Trinkwassererwärmungsanlagen. Das wird mit Papier und Bleistift nur mehr schwer handhabbar sein.

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