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Knapp 450 Aussteller überzeugten auf der interbad mit kreativen und praxisorientierten Angeboten. An den Ständen besonders gefragt waren neben neuen Design-ideen beispielsweise Neuheiten in der Steuerungstechnik für Saunen und Pools.

International, innovativ, interbad

11.12.2014

Zufriedene Aussteller, Besucher und Veranstalter bescherten der diesjährigen interbad in Stuttgart ein positives Resümee. Die Fachmesse für Schwimmbad, Sauna und Spa mit Kongress für das Badewesen brachte vom 21. bis 24. Oktober 444 Aussteller mit rund 15.000 Besuchern aus aller Welt zusammen. 

Wir hatten in diesem Jahr Gäste aus 64 Ländern auf der interbad, insgesamt lag der Anteil der ausländischen Besucher bei knapp 30 Prozent“, so Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, die die interbad gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB) veranstaltet. Gut ein Viertel der ausländischen Besucher kam aus Österreich und der Schweiz, weitere knapp 30 Prozent reisten aus Osteuropa an, aus Russland allein neun Prozent. Aus Skandinavien fanden zwölf Prozent der ausländischen Besucher ihren Weg auf die Messe Stuttgart. Einen Beitrag zur Steigerung der Internationalität leistete auch der erste „International Business Day“ im Rahmen des Kongresses für das Badewesen, der von der DGfdB veranstaltet wurde und Schwimmbadexperten aus aller Welt zum persönlichen Austausch zusammenbrachte. „Der ,International Business Day‘ war für alle Teilnehmer ausgesprochen anregend. Es war ein gelungener Start für dieses neue Konzept“, so Dr. Christian Ochsenbauer, Geschäftsführer der DGfdB. Auch bei den Ausstellern konnte die interbad mit 41 Prozent an Internationalität zulegen. „Die Rekordzahl der ausländischen Aussteller spiegelt sich auch in der Internationalität der Besucher wider“, so Dr. Ochsenbauer weiter.

Herausragende Besucherqualität

Einstimmig äußerten sich die beteiligten Firmen auf der interbad in diesem Jahr über die Besucher. „Die Aussteller zeigten sich vor allem mit der Qualität der Gespräche und der geknüpften Kontakte sehr zufrieden“, zog Kromer ein erstes Fazit zum Messeverlauf. Dies spiegelt sich auch in der Statistik wider: 65 Prozent der diesjährigen interbad-Besucher sind Inhaber, Geschäftsführer oder Bereichs- und Abteilungsleiter in ihren Unternehmen. 92 Prozent sind direkt an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt. Knapp 80 Prozent kamen mit Investitionsabsichten zur interbad, davon mehr als ein Drittel mit einer Investitionshöhe von mehr als 50.000 Euro. Die größte Besuchergruppe stellten Betreiber von öffentlich und privat geführten Bädern, gefolgt von Sauna- und Spa-Betreibern, Schwimmbadbauern und -händlern sowie Architekten, Planern und Consultants. 

Hochwertig und innovativ

Die knapp 450 Aussteller überzeugten auf der interbad 2014 mit kreativen und praxisorientierten Angeboten. An den Ständen besonders gefragt waren neben neuen Designideen beispielsweise Neuheiten in der Steuerungstechnik für Saunen und Pools. Diese bieten für große Anlagen deutliche Einsparpotenziale und machen das Schwimmbecken oder die Sauna zu Hause komfortabler und sicherer. Auch Möglichkeiten zur Energieeinsparung oder die Themeninszenierung von Saunen und Spas standen im Fokus der Besucher, ebenso wie die Nutzung alter Gesundheitsanwendungen im neuen Gewand wie z. B. der Einsatz von Salz in Saunen und Wellnessanlagen. „Die außerordentliche Qualität der Aussteller und Sonderflächen der interbad war in diesem Jahr wieder einmal bestechend“, zeigte sich Dr. Christian Ochsenbauer beeindruckt vom Geschehen in den drei Messehallen.

Kongressprogramm legte erneut zu

Der 65. Kongress für das Badewesen mit begleitenden Verbandsveranstaltungen konnte in diesem Jahr rund 1.000 Teilnahmen verzeichnen. „Am gefragtesten war der Themenkreis Wasseraufbereitung im Rahmen der Fachtagung öffentliche Bäder. Sehr erfreulich war auch die gute bis sehr gute Beteiligung in den Themenkreisen Bäderbau, Bäderbetrieb, Schwimmbadpersonal, Saunen sowie Privatbäder mit dem Tag des Schwimmbadbauers“, zeigte sich Dr. Christian Ochsenbauer zufrieden. „Gut angenommen wurde die Sonderveranstaltung für die privaten Bäderbetreiber im Kongress“, so Dr. Ochsenbauer weiter. Die 5. Spa Market Conference war ebenfalls ein voller Erfolg. „Wir hatten in diesem Jahr 30 Prozent mehr Teilnehmer als bei der letzten Veranstaltung“, so die Conference-Verantwortliche Birgit Wolfhard. „Thementreiber im Spa-Bereich sind einerseits Hotels und andererseits Thermen. Die interbad ist deshalb der ideale Rahmen, in dem wir beispielsweise aufzeigen, wie diese Bereiche voneinander lernen können“, so Wolfhard weiter. Zum dritten Mal wurde im Rahmen der Konferenz auch der Spa Business Award an herausragende Spa-Konzepte verliehen. 
Einen perfekten Start hatte das neue Forum „creating atmospheres“ für Hoteliers, Architekten, Planer und private Bauherren. „Die vier Überthemen des Forums – Licht, Wasser, Klima und Oberflächen – sind die großen Aspekte bei der Gestaltung von Spas. Vor allem die Vorträge zum Thema Licht waren sehr gefragt“, sagte René Pier, Geschäftsführer vom Büro Schienbein + Pier interior architecture, das das Forum gemeinsam mit der Messe Stuttgart und in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Innenarchitekten sowie der Architektenkammer Baden-Württemberg entwickelt hat. 
Auf großes Interesse bei den Besuchern stieß zudem die Sonderschau „Vom Hallenbad zum Freizeitresort“. „Die Sonderfläche war durch ihren Loungecharakter ein belebter Meetingpoint, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen“, so Dr. Klaus Batz, Geschäftsführer der European Waterpark Association, die die Sonderschau in Kooperation mit der Messe Stuttgart inszenierte. Außerdem verlieh die EWA den „Professional Award“ und den „Marketing Award“. 

Überzeugte Besucher 

Dass das stimmige Konzept der interbad aus Ausstellung, Kongress- und Rahmenprogramm auch in diesem Jahr aufging, beweist das Urteil der Besucher: Sie gaben der internationalen Fachmesse die Durchschnittsnote 2,0. Beinahe alle Befragten, insgesamt 95 Prozent, gehen davon aus, dass die interbad in Zukunft ihre Bedeutung hält oder sogar an Bedeutung gewinnt, und 74 Prozent der Besucher beabsichtigen, die interbad in zwei Jahren wieder zu besuchen. Die nächste interbad findet vom 27. bis 30. September 2016 auf der Messe Stuttgart statt.

Public Value Award für das öffentliche Bad 2014 verliehen

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. prämierte auf der interbad wieder drei Bäder aus ganz Deutschland. Bei den „Public Value Awards für das öffentliche Bad 2014“ handelt es sich um eine Auszeichnung für gesellschaftliche Wertschöpfung. Der Verband ist Mitveranstalter der internationalen Fachmesse für Schwimmbad, Sauna und Spa. Die Preisverleihung fand am 21. Oktober im Rahmen der festlichen Eröffnung der Messe statt.
Der Public Value Award würdigt eine möglichst breite „gesellschaftliche Wertschöpfung“, die ein öffentliches Bad für das Gemeinwohl leisten kann. Damit setzt er sich der rein betriebswirtschaftlichen Betrachtung entgegen, auf die sich ein öffentliches Bad aufgrund der knappen finanziellen Mittel in Städten und Gemeinden häufig reduziert sieht. Mit dem Preis will die DGfdB den prämierten Bädern in ihrem lokalpolitischen Umfeld den Rücken stärken.

Die Preisträger

Den ersten Preis erhielt das Freizeitbad Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Ein dritter Preis ging an das aqua-sole im bayerischen Kitzingen. Ein weiterer dritter Preis war aufgrund eines Übertragungsfehlers in den Bewerbungsunterlagen vom Bewerber zurückgegeben worden. Dem Stadtbad Zittau in Sachsen wurde eine Anerkennung zugesprochen. In der Kategorie Freibäder vergab die Jury in diesem Jahr keine Preise, da es nicht genügend Bewerbungen gab.
Die Bewertung der Bäder erfolgte nach einer an der Universität St. Gallen entwickelten „Scorecard“ mit fünf Dimensionen. Jedes Bad musste diverse Fragen zu folgenden Themen beantworten: Fördert es die Gesundheit? Fördert es Genuss und Wohlbefinden? Dient es der Gemeinschaft? Ist es umweltfreundlich ausgerichtet? Ist es wirtschaftlich sinnvoll?

Jurybegründungen zur Preisvergabe

Die Jury würdigte das „stimmige Gesamtkonzept“ und die „außerordentlich hohe Sozialkompetenz“ des ersten Preisträgers. Das Freizeitbad Greifswald „aktiviert umfassend seine Möglichkeiten als öffentliches Bad und leistet durch seine gute Integration in die Stadt einen hohen Beitrag zum Gemeinwesen“.
Bei dem Bad aqua-sole in Kitzingen fand die gelungene Weiterentwicklung der alten Badstruktur die Anerkennung der Jury. Zudem mache „der Dreiklang aus einem ganz besonderen Standort, wirtschaftlicher Vernunft und herausragender ökologischer Sensibilität für die Jury den Public Value dieses Bades aus.“
Das „historisch bedeutende“ Stadtbad Zittau bezeichnete die Jury als „identitätsbildend für das Zittauer Stadtbild“. Die Anerkennung würdigte das beispielhafte „bürgerliche Engagement“, durch das es gelungen sei, „kulturelles Erbe zu erhalten und fortzuentwickeln, ohne in einem musealen Zustand zu verharren oder das Gebäude einer nichtbadorientierten Nutzung zuzuführen.“
Nach seinem Engagement als Juryvorsitzender für den Public Value Award für das öffentliche Bad gefragt, konstatiert Wirtschaftswissenschaftler Meynhardt: „Ich möchte mit den Mitteln der Wissenschaft helfen, dass das öffentliche Bad in der Öffentlichkeit umfassend und fair bewertet wird. Nur so können wir den Stellenwert der Badekultur sichtbar machen.“


Renate Wala, Marketing/Vertrieb, Berndorf Metallwarengesellschaft mbH: 
„Die Organisation der interbad war wieder super. Wir haben wirklich sehr gute Gespräche geführt und können von einer erfolgreichen Messe sprechen.“

Rolf-Andreas Pieper, Geschäftsführer, Deutscher Saunabund e. V.:
„Wir sind auf viele unserer Mitglieder getroffen und haben so viele neue gewonnen wie noch nie. Viele haben sich in die Unterschriftenliste gegen die Erhöhung der Umsatzsteuer auf Saunaeintritte eingetragen. Unser Themenkreis im Kongress für das Badewesen kam sehr gut an, vor allem die Aspekte ,Wundertüte Wellness‘ und Saunabau.“

Michael Meis, Geschäftsführer, EOS Saunatechnik GmbH:
„Wir können mit unserem Stand gemeinsam mit unseren Mitausstellern einen guten Erfolg verbuchen. Es sind mehr internationale Besucher hier und wir treffen viele Bestandskunden, die sich über unsere Neuheiten informieren. Die Anbindung des Standorts Stuttgart ist ideal.“

Peter A. Embacher, Physiotherm GmbH:

„Das Ambiente auf der interbad ist sehr schön. Es ist uns sehr wichtig, uns hier zu präsentieren, deshalb haben wir hier auch immer unseren größten Messeauftritt.Thermen und Bäder sind unsere Hauptzielgruppen, und die sind sehr gut vertreten.“

Stefan Schöllhammer, Geschäftsführer, Klafs Saunabau GmbH & Co KG:
„Auf der interbad zeigen wir eine Zusammenfassung unserer Neuentwicklungen der letzten zwei Jahre, das Interesse an unserer Ausstellung ist immens. Wir haben den Eindruck, dass diese Messe besonders international ist, wir haben sehr viele ausländische Gäste an unserem Stand.“

Norbert Pohlen, Vertriebsleiter, Scheidt & Bachmann GmbH:
„Wir sind total zufrieden mit dem Verlauf in diesem Jahr. Vom Messestart an waren wir durchgängig gut besucht, und die Besucher zeigten starkes proaktives Interesse.“


interbad Innovation Award geht an Evoqua und Sopro

Die Besucher der interbad haben gewählt: Der erste Preis des interbad Innovation Awards 2014 geht nicht nur an ein Produkt, sondern wegen Stimmgleichheit von jeweils 17,3 Prozent an das Calciumhypochlorit-System SafePrep XC der Evoqua Water Technologies GmbH sowie den Fugenmörtel Sopro TitecFuge plus 2–10 mm der Sopro Bauchemie GmbH. Ausschlaggebend für die Wahl waren nach Meinung der interbad-Besucher besonders die Bedeutung und Anwendbarkeit in der Praxis, die Verbesserung der Umwelt- und Energiesituation sowie die Funktionalität der Produkte.

„Vor zwei Jahren haben wir hier auf der interbad den Prototypen unseres Calciumhypochlorit-Systems vorgestellt, um das Interesse der Kunden in die Entwicklung einfließen lassen zu können. Wir sind stolz und glücklich, dass das Fachpublikum der interbad dies nun honoriert hat“, freute sich Eric Groß, Managing Director von Evoqua, über den Publikumspreis. Das SafePrep XC zeichnet sich durch seine sichere Anwendung aus, die staubfrei und ohne Chemikalienkontakt erfolgt und von der Entsorgung oder dem Lösen von Restschlamm befreit. Michael Hecker, Geschäftsführer von Sopro, zeigte sich ebenfalls glücklich: „Wir freuen uns, dass unser sehr innovativer, aber vielleicht etwas unscheinbar anmutender Fugenmörtel im Umfeld der anderen, teils hoch technischen Teilnehmer die Anerkennung der Besucher erhalten hat.“ Sopro TitecFuge® plus 2–10 mm ist ein zementärer, farbbrillanter und hochfester Fugenmörtel für stark beanspruchte, farbsensible Bereiche wie Wellness- und Duschanlagen oder Schwimmbäder.

Hohe Innovationskraft in der Branche

Zwei ebenfalls wegen Stimmgleichheit von 12,4 Prozent zweite Preise des Innovation Awards gingen für die Bedeutung und Anwendbarkeit in der Praxis sowie den Innovationsgrad an das verkabelte Schrankschließsystem Gat Net Lock von Gantner Electronic sowie das vollautomatische Rückspülventil Mida.mat von Midas Pool & Fountain Products.
Andreas Wiesinger, Bereichsleiter bei der Messe Stuttgart, die den Preis gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB) vergibt, sagte bei der Preisverleihung: „Mit dem Innovation Award wollen wir auf die hohe Innovationskraft in der Branche aufmerksam machen und bedanken uns bei allen Teilnehmern für die Bereitschaft, sich im Wettbewerb den kritischen Blicken der interbad-Besucher gestellt zu haben.“ Berthold Schmitt-Schraml, Vorsitzender des Vorstandes der DGfdB, über die Kandidaten: „Alle Teilnehmer des interbad Innovation Awards und besonders die Preisträger haben eine enorm hohe Praxisrelevanz. Die Unternehmen haben mit ihren Neuentwicklungen auf die Wünsche und Anforderungen des Marktes reagiert und bringen echte Verbesserungen.“
Die interbad, internationale Fachmesse für Schwimmbad, Sauna und Spa, bietet mit ihrer stimmigen Kombination aus Ausstellung, Kongress und umfangreichem Rahmenprogramm den idealen Rahmen für fachlichen Austausch, Netzwerken und Erleben der neuesten Trends für Pool, Sauna und Wellness. Die nächste interbad findet vom 27. bis 30. September 2016 auf der Messe Stuttgart statt.

 

Autor/in:
Katharina Schmid
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