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Zusammenfügen statt zerspanen: 3D-Druck auf einem Bearbeitungszentrum

3D-Druck mit organischen Materialien für Möbel und Bauelemente

14.11.2016

Das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) widmet sich in einem geförderten Forschungsprojekt der Entwicklung einer 3D-Drucktechnologie mit holzbasierten Werkstoffen.

Die deutschen Forscher sehen besonders in den Anwendungsbereichen Möbel- und Innenausbau sowie der Fertigung von Bauelementen Potenzial im 3D-Druck. Insbesondere seien Vorteile wie kundenangepasste Individualisierung, effiziente Herstellung kleiner Stückzahlen, Ressourceneffizienz und wirtschaftliche Fertigung komplexer bionischer Strukturen in den Bereichen von hohem Interesse, heißt es seitens des IHD.

Das Institut konzentriert sich bei seinen Forschungsarbeiten aktuell auf folgende drei Gebiete:

·         Konstruktion und Produktentwicklung für die Anwendungsfelder Möbel- und Innenausbau sowohl mit Kunststoff- als auch mit Holz-Kunststoff-Verbunden,

·         Entwicklung neuer Druckmaterialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe,

·         Entwicklung neuer Technologien für das Drucken von Bauteilen mit branchenüblichen Abmessungen.

Im Rahmen des im September gestarteten und vom deutschen Bundesministerium für Bildung geförderten Forschungsprojekts greift das IHD auf sein langjähriges Know-how auf dem Gebiet der Möbelkonstruktion zurück. Der Fokus des IHD liegt derzeit auf dem Druck mit dem Fused-Filament-Fabrication-Verfahren. Bei diesem Fertigungsverfahren wird ein Werkstück schichtweise aus schmelzfähigen Materialien aufgebaut.

In Österreich beschäftigt sich derzeit unter anderem das Holzkompetenzzentrum Wood K Plus mit ähnlichen Fragestellungen. So arbeitet die Abteilung W3C in St. Veit an der Glan (Kärnten) zusammen mit Partnerinstituten - unter anderem von der FH Kärnten und der Universität Ljubljana - an der Entwicklung eines robotergestützten, mehrachsigen 3D-Druckverfahrens für Composite-, Leicht- und Natur-Materialien. www.ihd-dresden.de, www.wood-kplus.at

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