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Hansjörg Felder (li.) und Martin Felder mit einem historischen Maschinenmodell.

60 Jahre Felder: Maschinen für alle Fälle

12.07.2016

Der Tiroler Maschinenhersteller Felder feiert heuer sein 60. Firmen­jubiläum und hat für seinen Stammsitz in Hall viel vor: In den nächsten fünf Jahren will man 60 Mio. Euro in dessen Erweiterung investieren.

Vom kleinen Start-up zum erfolgreichen Unternehmer – wie so eine Erfolgsgeschichte aussehen kann, erzählt Felder-Geschäftsführer Hansjörg Felder anhand einer Anekdote: Vor etwa sechs Jahren verhandelte ein Kunde auf einer Messe intensiv um den Kauf zweier Hammer-Maschinen, der Einsteiger-Marke des Tiroler Holzbearbeitungs-Maschinenherstellers. Heute, erzählt Felder, sei der Kunde im Besitz einer fast vollautomatischen Werkstätte, fertige praktisch ausschließlich auf der Premiummarke F­ormat-4 und erwirtschafte acht Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Die Geschichte soll nicht nur auf das breite Produktspektrum hinweisen, dass das Tiroler Familienunternehmen seinen Kunden bietet, sondern auch die Firmenphilosophie verdeutlichen: „Unser erklärtes Ziel ist es, mit unseren Produkten den kleinen und mittleren Betrieben bis hin zu kleinen Industriebetrieben den Rücken gegen die großen Möbelhäuser zu stärken“, so Hansjörg Felder.

Runder Geburtstag 

Heuer feiert der Maschinenhersteller sein 60. Firmenjubiläum. Ende Juni lud man deshalb nicht nur die internationale Fachpresse an den Firmensitz, sondern feierte mit einem großen Galaabend mit hunderten Gästen den runden Geburtstag. Gegründet 1956 von Johann Felder ist das Unternehmen bis heute ein Familienbetrieb, in dem mittlerweile auch die dritte Felder-Generation aktiv mitarbeitet.

Mit seinen drei Marken Hammer, Felder und Format-4 und insgesamt 150 verschiedene Modellen bietet man den Kunden ein breites Spektrum an Standard- und Spezialmaschinen und kann dank einer Fertigung im „Baukasten-System“ auch flexibel auf die Bedürfnisse von Betrieben der unterschiedlichsten Größenordnungen eingehen. „Unsere Kunden sind uns einfach sehr wichtig, und das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis“, sagt Martin Felder, der in der Geschäftsführung den Bereich Produktion verantwortet. Um weltweit nah am Kunden dran zu sein, betreibt das Unternehmen mehr als 250 Verkaufs- und Servicestellen in 72 Ländern. Fünf Prozent des Umsatzes – heuer rechnet man mit etwa 110 Mio. Euro – erwirtschaftet man am Heimmarkt Österreich, den Rest im Export.

Investitionspaket 

Am Firmenstammsitz in Hall hat man in den kommenden Jahren Großes vor: 60 Millionen Euro will Felder in den Ausbau des Standortes von 65.000 auf 81.000 Quadratmeter Nutzfläche investieren, hundert neue Arbeitsplätze sollen dazukommen. Derzeit beschäftigt man alleine in Hall 550 Mitarbeiter. Neben dem weiteren Ausbau des Servicestellen-Netzwerks investiert Felder auch kräftig in die Weiterentwicklung der eigenen Produkte: Dazu gehören neben den Maschinen – und immer mehr auch der Software – neue Bearbeitungswerkzeuge wie die Silent-Power-Hobelwelle. 22,5 Mio. Euro hat man in den vergangenen fünf Jahren in den Bereich Forschung und Entwicklung gesteckt.  „Wir sehen eine große Zukunft sowohl für Standard- als auch für automatische Maschinen, und wir wollen hier auch mit grundsätzlich neuen Lösungsansätzen punkten“, sagt Martin Felder. Für kommendes Jahr kündigen die beiden Brüder, zeitgerecht zur Leitmesse Ligna, sogar eine neue Produktlinie an. Was genau die Kunden hier erwarten können, wollte man anlässlich der Jubiläums-Pressekonferenz aber noch nicht verraten. www.felder-gruppe.at

Autor/in:
Thomas Prlic
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