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Änderungen in der Lohnverrechnung

13.02.2019

Was ist über das neue Meldesystem der Krankenkassen bereits bekannt?

Mit 1. 1. 2019 ändert sich das monat­liche Meldesystem signifikant. Hier in der Folge einige interessante Neuig­keiten:

  1. Die bisherige Mindestangabenmeldung wird durch eine Vor-Ort-Anmeldung ersetzt – Achtung, neues Formular, das ab 1. 1. 2019 verwendet werden muss – bitte rechtzeitig besorgen (z. B. über unsere Homepage). Die Vor-Ort-Anmeldung kann nur per Fax unter der Nummer 05 78 07 61 oder Telefon unter der Nummer 05 78 07 60  VOR Arbeitsantritt vorgenommen werden; diese Vorgangsweise ist auch nur erlaubt, wenn der Betrieb keinen Internetzugang hat oder die Personalverrechnung von einer anderen Stelle (wie z. B. den Steuerberater) durchführen lässt und diese Stelle nicht mehr erreichbar ist. Binnen sieben Tagen muss dann eine elektronische Anmeldung nachgeholt werden.
     
  2. Bei der Zuordnung von Dienstnehmern zu den richtigen Beitragsgruppen kommt es tatsächlich zu einer Vereinfachung. Das Beitragsgruppenschema wird durch ein Tarifsystem ersetzt, das aus drei Bestandteilen besteht: der Beschäftigungsgruppe, Ergänzungen zur Beschäftigungsgruppe und Zu-/Abschlägen. An der Lohnabrechnung selbst ändert sich dadurch nichts. Bei jeder Neuanmeldung eines Dienstnehmers ist nun zu entscheiden, zu welcher Beschäftigtengruppe er gehört – es gibt im Wesentlichen nur mehr sieben Beschäftigungsgruppen: Arbeiter, Angestellte, geringfügige Arbeiter, geringfügige Angestellte, Arbeiterlehrlinge, Angestelltenlehrlinge und eine Sondergruppe für Angestellte mit besonderen Versicherungsverhältnissen. Die daneben grundsätzlich noch beste­henden Tarifgruppen werden selten Verwendung finden (Erntehelfer etc.). In einem zweiten Schritt gibt es noch Ergänzungen zu den Beschäftigtengruppen, vor allem betreffend Nachtschicht- und/oder Schlechtwetterentschädigung sowie Ab- oder Zuschläge, wie z. B. Minderung der Arbeitslosenversicherung oder Auflösungsabgabe o. ä.
     
  3. Ab 1. 1. 2019 gibt es keine Beitragszuschläge (Ausnahme: Kontrolle am Dienstort findet nicht angemeldete Dienstnehmer vor) und keine Ordnungs­beiträge mehr. Wohl aber werden Säumniszuschläge für verspätete An-/Ab­meldungen verhängt bzw. im Falle, dass die neuen monatlichen Bemessungsgrundlagenmeldungen nicht oder verspätet erstattet werden. Diese Säumniszuschläge werden zwischen 5,– Euro und  870 Euro pro Dienstnehmer und Monat betragen. In Hinblick auf den Umfang der Änderungen im Meldesystem, die mit 1. 1. 2019 in Kraft treten, werden (mit Ausnahme einer verspäteten Anmeldung) bis 31. 8. 2019 keine Zuschläge verhängt ­werden.
Autor/in:
Manfred Wildgatsch

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95, 
office@jupiter.co.at gerne zur 
Verfügung.
www.jupiter.co.at

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