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Alle Sinne wieder

19.12.2019

Der Weihnachtsmarkt als "dritter Ort".

 

Warum kommen die Weihnachtsmärkte eigentlich so gar nicht aus der Mode? Was spricht die Menschen so sehr an, das sie trotz unwirtlichen Wetters an überfüllten Buden vorbeischlendern, Glühwein trinken und Bratwürstel essen ... wie jedes Jahr? Sind es wirklich nur die Erinnerungen an die eigene Kindheit? Ein Stück Romantik und „Leben wie früher“ inmitten einer immer sachlicher werdenden Welt? Und was hat das alles mit Ihrer Tischlerei zu tun? Die Sinne.
„Dritte Orte“ sind jene öffentlichen Plätze, an denen man sich zu Hause fühlt und emotional auftanken kann. Sie sind Hotspots des Erlebnismarketings und begehbare Werbung für Produkte, Genüsse, Familiensinn und Gemeinschaftsgefühl. Vor Weihnachten beginnen Städte und Regionen plötzlich zu leuchten und schaffen eine neue temporäre Wirklichkeit als wäre der Verpackungskünstler Christo als Weihnachtsmann vorbeigekommen.

Eine Werkstatt ist kein Rummelplatz. Richtig? 
Natürlich findet ein Weihnachtsmarkt nur einmal im Jahr und in einem Zeitraum statt, in dem (fast) alle Menschen einem großen Fest und tollen Geschenken entgegenfiebern. Dementsprechend sind die Menschen gestimmt und offen für neue Eindrücke. 
Deshalb funktioniert in einem solchen Ambiente selbst der kleinste sinnliche Eindruck wie ein Zauberstab, der buchstäblich aus dem Nichts unerwartete Reaktionen (Überraschung!) entfaltet und eine ganze Reihe von Inspirationen erzeugt.
In dieser Hinsicht funktionieren Weihnachtsmärkte wie die Wunderkammern in der Renaissance, in denen die Fürsten spezielle Räume mit seltenen Dingen und Kuriositäten eingerichtet haben, um die Gäste (und auch die Gefolgschaft) zum Staunen und auf gute Ideen zu bringen.

Wunderkammer oder Hinter­zimmer?
Hat auch Ihr Betrieb eine solche „Wunderkammer“, oder sind die Kontaktzonen für Kunden und Mitarbeiter(innen) so öd und leer wie ein Adventmarkt nach dem Abräumen? Ich kenne viele beklemmende Beispiele: staubige Rumpelkammern mit uralten Sitzgelegenheiten und vergilbten Projektplänen, die wie anklagend trostlos von den Wänden hängen.
Genießen Sie Ihren Besuch im Weihnachtsmarkt mit offenen Augen und wachen Sinnen: Spüren Sie, wie er sie auf welchen Sinneskanälen anspricht und verändert. Und dann denken Sie an Ihre Tischlerei und an die Vorsätze für das nächste Jahr 2020. 
Sie werden sehen: Sie haben viele Wünsche frei. 

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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