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Am 32. 12. ist es zu spät!

08.11.2017

STEUERTIPPS Was kann, muss, sollte man bis Jahresende noch tun? – Teil 2

Alle Jahre wieder stellt sich die Frage: Was ist bis Jahresende noch zu tun bzw. zu beachten? Hier kommt Teil 2 – Lesen Sie Teil 1 (Tipps für Unternehmer & Tipps für Arbeitnehmer) in der Oktober-Ausgabe.

Sonstiges:
Auch bei den Sonderausgaben:
• bestimmte Rentenzahlungen
• „Topf-Ausgaben“ (Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung, Wohnraumschaffung und Wohnraumsanierung) soweit noch möglich
• freiwillige Weiterversicherungen
• Nachkauf von Versicherungszeiten
• Kirchenbeiträge
• Spenden an begünstigte Institutionen bis zu 10 % des Gesamtbetrages der Einkünfte (nach Verlustausgleich)
• Steuerberatungshonorare (sofern nicht Betriebsausgaben oder Werbungskosten) gilt das Abflussprinzip!
Der Verlustabzug wird – soweit er bekannt ist – vom Steuerberater automatisch berücksichtigt.

Außergewöhnliche Belastungen

Dies sind die „unliebsamen“ Ausgaben, bei denen es besser wäre, sie nicht zu haben, z. B. Krankheits- oder Pflegekosten, Katastrophenschäden, unter Umständen Begräbniskosten. Auch hier gilt das Abflussprinzip, darüber hinaus ist ein einkommensabhängiger Selbstbehalt in Abzug zu bringen. Um diesen zu überwinden, ist es ratsam, möglichst viele derartigen Zahlungen in einem Jahr zu leisten!

Kein Selbstbehalt ist zu berücksichtigen bei
• Aufwendungen zur Beseitigung von Katastrophenschäden,
• Kosten für eine auswärtige Berufsausbildung (Pauschale),
• Aufwendungen für die Kinderbetreuung (max. € 2300,– pro Jahr und Kind),
• Mehraufwendungen wegen Behinderung (ab 25 % – Behindertenpass! – bzw. Bezug der erhöhten Familienbeihilfe).

Auch für Zahlungen für Bausparverträge und staatlich geförderte Zukunftsvorsorgen ist es am 32. Dezember zu spät!
Schließlich können unter Umständen Spekulationsgewinne und -verluste mit­einander ausgeglichen (verrechnet) werden. Dies macht aber nur Sinn, wenn die Veräußerung ohnehin geplant ist und erfordert eine Beratung im Einzelfall.

Aushangpflicht (fast) abgeschafft

Vielleicht wussten Sie gar nicht, dass es sie überhaupt gibt?! Das Deregulierungsgesetz 2017 hat in 25 Gesetzen einzelne Bestimmungen ersatzlos gestrichen. Eine davon ist die Aushangpflicht der entsprechenden Gesetze (von ArbeitnehmerInnenschutzgesetz bis Bauarbeiterschutzverordnung). Aber auch keine Streichung ohne Ausnahme: Die Auflagepflicht für Kollektivverträge (§ 15 ArbVG) sowie die für Lenker geltenden arbeitszeitrechtlichen Vorschriften bleibt bestehen. Die diesbezüglichen Gesetze gelten natürlich weiterhin. Daher wird es auch die Mappe „Sicherheit am Bau“ als auch die gedruckte Sammlung von Gesetzen und Verordnungen weiter geben. Diese Zusammenstellung heißt auch weiterhin bezeichnenderweise „Sammlung Aushangpflichtige Gesetze“.

Autor/in:
Manfred Wildgatsch

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95, 
office@jupiter.co.at gerne zur 
Verfügung.
www.jupiter.co.at

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STEUERTIPPS Was ist bis Jahresende noch zu tun bzw. zu beachten?

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