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BIM Spitzbart: „Meine dringende Bitte: Weiterarbeiten!“

23.03.2020

Gerhard Spitzbart, Bundesinnungsmeister der Tischler und Holzgestalter, wendet sich mit einem Appell an die Branche.

Gerhard Spitzbart: "Ein wichtiges Instrument ist die Information an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Belegschaft soll wissen, welche Maßnahmen geplant sind und wie es mit dem Betrieb wirtschaftlich weitergehen kann."

Tischler und Holzgestalter im Zeichen der Covid-19-Pandemie

„Besorgte Kolleginnen und Kollegen suchen Rat bei der Bundesinnung und den Landesinnungen. In den Innungsbüros treffen laufend viele Anfragen zum alles beherrschenden Thema Covid-19 ein. Wir bemühen uns um eine umfassende und aktuelle Information an unsere Mitglieder, damit unsere Branche diese Herausforderung besteht.

Die Verantwortung bei den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und auch bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist enorm. Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt es vorrangig zu schützen. Für unsere Unternehmen ist es jedoch wichtig, dass wir die wirtschaftlichen Folgen mitdenken. Daher gilt es, besonders jetzt, jede Entscheidung abzuwägen und zu überdenken.

Die Mitarbeiter informieren

Ein wichtiges Instrument ist die Information an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Belegschaft soll wissen, welche Maßnahmen von der Firmenleitung hinsichtlich Mitarbeiterschutz geplant sind und wie es mit dem Betrieb wirtschaftlich weitergehen kann.

Maßnahmen, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen gibt es viele: Homeoffice für unsere Büromitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Produktion in zwei Gruppen teilen und zeitversetzt arbeiten, Begegnungszonen einschränken oder sperren (Aufenthaltsraum bzw. Raucherplatz). Die allgemein gültigen Schutzmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten, etc. sind unbedingt einzuhalten.

Meine Empfehlung an die Tischler und Holzgestalter ist:

Bitte den Betrieb aufrechterhalten, solange dies möglich und vertretbar ist. Die Covid-19 Pandemie wird uns noch einige Wochen, wenn nicht sogar Monate, beschäftigen. Jeder Tag, an dem produziert werden kann, sichert uns Einnahmen, die wir in den nächsten Wochen noch dringend benötigen werden.

Das Kurzarbeitsmodell, welches die Sozialpartner gemeinsam mit der Regierung ausgearbeitet haben, ist sehr positiv. Wir dürfen jedoch nicht übersehen, dass die voraussichtlich lange Dauer dieses Ausnahmezustandes für viele von uns eine finanzielle Herausforderung wird. Die Fixkosten der Betriebe laufen weiter, auch wenn es dafür Staatshilfe gibt und wir einen großen Teil der Lohnkosten ersetzt bekommen. Alleine die Abwicklung der Auszahlung der Gelder vom Staat wird wahrscheinlich einige Zeit in Anspruch nehmen.

Darum meine dringende Bitte: Weiterarbeiten!  

Die Bundesinnung und die Landesinnungen der Tischler werden Sie gemeinsam auf www.wko.at/tischler bzw. auf www.wko.at/corona  und im Tischler Journal mit aktuellen Informationen versorgen.“

Gerhard Spitzbart

   

 

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