Direkt zum Inhalt
Der Hocker lässt sich einfach zusammenbauen, die Sitzfläche besteht aus gebeiztem Walnussholz, die Beine aus Ahorn.

Clever und klappbar: Sitzmöbel „Triangular“

18.07.2017

Dominik Weber hat an der FH Salzburg einen zerlegbaren Hocker entwickelt und dafür auch schon einen internationalen Designpreis ergattert.

Die drei Beine des Hockers werden von unten in eine Öffnung in der Sitzschale eingeschoben und von oben mit einem Exzenter fixiert und stabilisiert.
In zerlegtem Zustand lässt sich der Hocker einfach stapeln und benötigt nur wenig Platz. Auf dem Lederbezug ist die Aufbauanleitung eingraviert.

Schnell zusammenbaubar, clever konstruiert und noch dazu formschön designt – das ist der Hocker „Triangular“, den der Designer Dominik Weber an der FH Salzburg entwickelt hat.

Die Funktionsweise des Sitzmöbels basiert auf einem einfachen Grundprinzip: Die drei Beine des Hockers werden – nach dem Prinzip eines Bajonettverschlusses – von unten in eine Öffnung in der Sitzschale eingeschoben und von oben mit einem Exzenter fixiert und stabilisiert. Aus der Anordnung der auf diese Weise verkeilten Stuhlbeine ergibt sich auch die Grundform des Hockers, die sich aus einer Dreiecksfläche ableitet.

Mobiles Möbel

Entstanden ist die Idee für das Sitzmöbel im Rahmen eines FH-Semesterprojektes des aus einer bayrischen Schreinerfamilie stammenden Designers, der derzeit das Masterstudium für Design- und Produktmanagement absolviert. Zu den Vorgaben für das Projekt gehörten auch Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. So entstand das Konzept für ein zusammenklappbares und einfach zu transportierendes Möbel. Statt einer Aufbau-Anleitung aus Papier ist diese nun in einfach in den Lederbezug graviert. Im zerlegten Zustand werden die Beine des Hockers durch Gummibänder zusammengehalten, kompakt und flach verschachtelt sind die Teile so auch einfach stapelbar und benötigen besonders wenig Platz – praktisch für den Transport.

Hightech und Handwerk

Die Form der Sitzfläche aus dunklem Walnussholz hat Dominik Weber mit der CNC gefräst und händisch nachbearbeitet sowie gebeizt, die drei Beine bestehen aus hellem Ahorn, das Exzenter-Element wurde für den Prototypen im 3D-Druckverfahren aus Kunststoff hergestellt. Für sein cleveres Möbel hat der Designer im heurigen Frühjahr den European Product Design Award in Bronze in der Studierenden-Kategorie für Möbeldesign erhalten. www.dominikweberdesign.com

Werbung

Weiterführende Themen

Die Bank Love/Hate setzt das Wiener Geflecht zeitgenössisch in Szene, die Sitzauflagen sind verschiebbar.
Aktuelles
13.12.2018

Innenarchitekt Hermann Strauss und Industriedesigner Christian Aspernig haben ihre erste Möbellinie "Essential Collection" auf den Markt gebracht - mit viel Leidenschaft für Ästhetik, Details, ...

Kommode "Schub", Weißtanne, Eiche 130/45/90 cm, Entwurf: Daan Koch, Basel Herstellung: Dür Naturholzmöbel, Raimund Dür, Alberschwende, Einreichkategorie: Produkt, Anerkennungspreis
Aktuelles
18.10.2018

Der Werkraum Bregenzerwald führte zum achten Mal den Wettbewerb Handwerk + Form durch - mit 122 Einreichungen gab es heuer einen Beteiligungsrekord. 

Ausgezeichnet mit dem Red-Dot-Design-Award: Massivholzbänke für die Ars Electronica Berlin, eine Zusammenarbeit des Designduos March Gut mit der Tischlerei Wittmann.
Themen
04.09.2018

Immer mehr Tischlereibetriebe holen sich innovative Designer ins Boot, wenn es um die Entwicklung von neuen Möbelstücken geht. Aber was macht die Kombination aus Design und Handwerk so besonders ...

MultiStar-Filteranlage von Höcker für kontinuierlichen Betrieb.
Themen
19.05.2016

Für das neue Werk von Atmos-Platurn in Müllendorf hat Höcker Polytechnik das Lackierzentrum und das Absaugkonzept genau auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt. 

A Chair, Design: Thomas Feichtner, Herstellung: Schmidinger Möbelbau
Aktuelles
14.03.2016

Österreichische Designer und Möbelhersteller präsentieren sich am Salone del Mobile (12. bis 14.4.) in Mailand wieder mit einer eigenen Ausstellung.

Werbung