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Nach zehn langen Jahres des Wachstums kommen die Umsatzhöhenflüge für die deutsche Holzbearbeitungsmaschinen-Branche im laufenden Jahr zu einem Ende.

Corona bremst Höhenflug bei deutschen Holzbearbeitungsmaschinen-Herstellern

13.11.2020

Der deutsche VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen meldet für heuer ein kräftiges Auftragsminus – Bereiche wie das Handwerk investieren aber nach wie vor. Die Exporte nach Österreich legten sogar zu.

Homag-CEO Pekka Paasivara ist noch bis Jahresende Vorstandsvorsitzender des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen
Markus Hüllmann wird ab Jänner 2021 Nachfolger von Pekka Paasivaara als Fachverbands-Vorsitzender.

Nach zehn langen Jahres des Wachstums kommen die Umsatzhöhenflüge für die Holzbearbeitungsmaschinen-Branche im laufenden Jahr zu einem Ende. Neben der sich bereits 2019 angedeuteten konjunkturellen Abkühlung kommt die Corona-Pandemie als deutliche Bremse hinzu. Bis September 2020 stehen rund 20 Prozent weniger Aufträge in den Büchern als noch im Vorjahr, vermeldet der deutsche VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen. „Den Abnehmerbranchen, die sich auch zuvor im konjunkturellen Abschwung befanden, hat die Pandemie einen zusätzlichen Dämpfer gegeben. Wir beobachten aber auch, dass einige Kundensegmente wie das Handwerk, die Sägeindustrie und Weiterverarbeiter im baunahen Bereich in Zeiten der Corona-Krise nach wie vor investieren“, sagt  Pekka Paasivaara, Vorsitzender des Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen.

Ungewisse Aussichten durch Corona-Pandemie

Allein die Corona-Pandemie bietet ein erhebliches Potenzial an Unsicherheit für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Dazu gesellen sich die unkalkulierbaren Risiken des nahenden Brexits, sowie zunehmende Handelsrestriktionen, die dem exportorientierten Maschinenbau zu schaffen machen, so der Fachverband in einer Aussendung. In Summe rechnet der Fachverband im laufenden Jahr mit einem Produktions-Minus von 15 Prozent.

Exporte: Österreich eines der wenigen Wachstumsländer

In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres verringerte sich der Exportwert der deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Unter den Top-10 Exportdestinationen konnten lediglich Österreich, Brasilien und Litauen zulegen. Bei den beiden letztgenannten resultiert der Zuwachs aus Lieferungen einzelner Großanlagen. Die zwei wichtigsten Einzelmärkte China und die USA verloren mit einem Minus von 18 bzw. 42 Prozent überdurchschnittlich verloren.

Für 2021 geht der Fachverband bei allen Einschränkungen, die derzeit zur Aussagekraft einer Prognose gemacht werden müssen, von einer leichten Erholung mit einem Plus von 3 Prozent aus. Das Niveau würde damit deutlich unter dem der Vorjahre bleiben.

VDMA: Neuer Vorstand des Holzmaschinen-Fachverbands

Ab Anfang des kommenden Jahres erhält der Vorstand des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen einen neuen Vorsitzenden: Markus Hüllmann (G. Kraft Maschinenbau GmbH) wurde in der Herbstsitzung des Vorstandes zum Nachfolger von Pekka Paasivaara (Homag) bestimmt.

In der Mitgliederversammlung Anfang November wurden außerdem fünf neue Vorstände in das Gremium gewählt: Gregor Baumbusch (Michael Weinig AG), Christian Dieffenbacher (Dieffenbacher GmbH), Ove Lange (Anthon GmbH), Wolfgang Rohner (IMA Schelling Group), Heiner Wemhöner (Wemhöner Surface Technologies). (red/vdma)

Holz.vdma.org

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