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Die Stimmung ist im Vergleich zum Vorquartal gesunken.

Covid-19: Ein Knick in der Konjunkturkurve

18.08.2020

Die aktuelle Konjunkturbefragung der KMU Forschung Austria zeigt die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für die Tischlereien. Trotz Einbrüchen steht die Branche etwas besser da als die Sparte Gewerbe und Handwerk insgesamt.

Beurteilung der Geschäftlage im 2. Quartal in der Tischlerbranche und in der Sparte Gewerbe und Handwerk
Entwicklung der Auftragseingänge nach Geschäftsbereichen

Die KMU Forschung Austria hat im Auftrag der Sparte Gewerbe und Handwerk der WKO wieder die aktuellen Konjunkturdaten erhoben. Die Ergebnisse basieren auf den Meldungen von 145 Tischlereibetrieben mit 2131 Beschäftigten. Nach Inkrafttreten des „Lockdowns“ im März machen sich die Folgen der Krise bereits in den Daten zum ersten Quartal des heurigen Jahres bemerkbar: Die Auftragseingänge sind in der Tischlerbranche im Durchschnitt gegenüber dem ersten Quartal 2019 wertmäßig um 6,9 % gesunken. Dabei meldeten 23 % der Betriebe Steigerungen um durchschnittlich 17,1 %, bei 32 % der Betriebe lagen die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau und 45 % verzeichneten Rückgänge um durchschnittlich 23,2 %. Die Branche steht dabei insgesamt trotzdem etwas besser da als die Sparte Gewerbe und Handwerk insgesamt – diese vermeldet für den Zeitraum ein Minus von 8,5 %.

Geschäftslage im 2. Quartal 2020

Für die Monate April bis Juni (2. Quartal 2020) beurteilen 27 % der Tischlereien die Geschäftslage mit gut (Vorjahr: 36 %), 41 % mit saisonüblich (Vorjahr: 58 %) und 32 % der Betriebe mit schlecht (Vorjahr: 6 %). Insgesamt überwiegen also die Betriebe mit schlechter Geschäftslage um 5 %-Punkte. Damit ist im Vergleich zum Vorquartal die Stimmung zwar gesunken – doch auch hier liegt die Tischlerbranche besser als die gesamte Sparte Gewerbe und Handwerk. Hier überwiegen die negativen Meldungen sogar um 31 Prozent.

Wie ist die Auslastung?

Der Auftragsbestand sichert im Branchenschnitt eine Vollauslastung für 8,4 Wochen. Im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres ist der durchschnittliche Auftragsbestand damit um 15,5 % gesunken.

Rund ein Drittel (32 % der Betriebe) meldete im 2. Quartal 2020 eine Auslastung von 1 bis 4 Wochen. Bei 31 % lag der Auftragsbestand bei 5 bis 9 Wochen. 32 % verfügten über eine Auslastung von 10 bis 19 Wochen.

32 % der Unternehmen könnten sofort zusätzliche Aufträge ausführen (Vorjahr: 30 %). 49 % können in drei Monaten zusätzliche Aufträge durchführen (Vorjahr: 55 %), 16 % in sechs Monaten (Vorjahr: 12 %) und 3 % erst in neun Monaten (Vorjahr: 3 %).

Erwartungen für das 3. Quartal 2020

Für das 3. Quartal 2020 erwarten ein Fünftel Befragten Steigerungen der Auftragseingänge gegenüber dem gleichen Zeitraum 2019 (Vorjahr: 14 %), 53 % rechnen mit keinen Veränderungen (Vorjahr: 80 %) und 27 % mit Rückgängen (Vorjahr: 6 %). Die pessimistischen Einschätzungen überwiegen damit um 7 %-Punkte.

Für den Zeitraum Juli bis September 2020 beabsichtigen 24 % der Betriebe, den Beschäftigtenstand zu erhöhen (Vorjahr: 40 %), 68 % wollen den Personalstand konstant halten (Vorjahr: 55 %) und 8 % werden Mitarbeiter abbauen (Vorjahr: 5 %). Im Durchschnitt ergibt sich daraus eine geplante Erhöhung des Beschäftigtenstandes um 4,6 %. Der Personalbedarf liegt damit geringfügig unter dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres (+4,9 %).

33 % der Betriebe planen, im Jahr 2020 Investitionen vorzunehmen. 15 % rechnen mit höheren Investitionen als im Jahr 2019, 9 % wollen gleich viel investieren wie im Vorjahr und ebenso viele Unternehmen planen Investitionen, allerdings in geringerem Ausmaß als 2019. (red/kmu forschung austria)

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