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Die Angst vor Veränderung

13.02.2019

Ein guter Neujahrsvorsatz: Schalten Sie den Autopiloten der Gewohnheit aus!

Vergessen Sie die „guten Vorsätze“, die Sie (vielleicht) wieder einmal zu Neujahr gefasst haben. Die sind innerlich längst abgehakt. Viel wichtiger ist die Frage, ob Sie nicht schon ein bisschen „veränderungsmüde“ geworden sind. Das Neue kommt ja so rasch und intensiv auf uns zu, dass eine gewisse „Neo-Phobie“ nur zu verständlich wäre. Aber dennoch – oder gerade deswegen – sollten Sie dranbleiben.
Wer sonst, wenn nicht der Chef? Sie allein haben zu 100 Prozent Einfluss auf sich selbst und Ihre Firma. Oder wollen Sie es „den anderen“ überlassen zu bestimmen, wie es Ihnen geht?

Der persönliche Umgang mit dem Wandel wird die Schlüsselkompetenz der Zukunft sein. „You don’t know what you don’t know.“ Diese Aussage des amerikanischen Linguistik-Professors sollten wir uns wirklich merken: Du weißt nicht, was du nicht weißt.
Jede(r) von uns nimmt immer nur einen kleinen Teil der Realität wahr, weil sich die meisten unserer Gedanken und Verhaltensweisen auf unbewusster Ebene abspielen. Das ist praktisch, weil z. B. das Radfahren immer klappt, wenn man es einmal gelernt hat. Dazu bedarf es keiner bewussten Steuerung mehr. Aber wir haben uns auch Denk- und Verhaltensmuster antrainiert, die negative Wirkungen haben und uns vom Erreichen wichtiger Ziele abhalten können. Auf diese „Automatismen“ müssen wir (wieder) Zugang bekommen.
Das größte Neu­jahrsgeschenk, das Sie sich selbst machen können, ist deshalb: Den Autopiloten der Gewohnheit ausschalten und das Leben jeden Tag bei den Hörnern packen!
Je achtsamer und konzentrierter Sie sich auf eine Situation, auf ein Gespräch oder eine Aufgabe einlassen, desto intensiver werden Sie wieder wahrnehmen, was Ihnen bisher gar nicht (mehr) aufgefallen ist. Aber Sie können nur verändern, was Ihnen bewusst ist. Sonst rauscht diese (Verbesserungs-)Chance ungenützt an Ihnen vorbei.

Fragen Sie sich:

  • Wie sieht meine Einstellung zu diesem Thema aus? Ist sie noch zeitgemäß, und stimmt sie mit meinen Zielen überein? Oder ist sie Routine im Sinne von Erfahrung minus Geist?
  • Warum tue ich eigentlich, was ich gerade tue?
  • Wie wirke ich (in diesem Moment) auf meine Mitarbeiter(innen), Kunden oder Gesprächspartner?
  • Welche Schlüsselwörter oder -situationen lösen bei mir immer wieder und ganz automatisch das gleiche Verhalten aus?

Veränderung braucht Bewusstheit, Antrieb, Strategie und Handlung. Davor müssen wir keine Angst haben. Wir müssen es nur Schritt für Schritt anpacken. Das werden wir in den nächsten Beiträgen tun. 

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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