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Die Kunst des Könnens

20.05.2019

Das Improvisieren als Ausdruck von Kreativität und Kompetenz.

Improvisieren hat nichts mit Tricksen zu tun. Ganz im Gegenteil. Man muss viel können, um jede überraschende Situation spontan und immer wieder aufs Neue zu beherrschen. Deshalb ist das Improvisieren im Alltag auch keine Methode, um Fehler zu kaschieren oder zu vertuschen, sondern ein Weg, Probleme zu lösen, das (Selbst-)Vertrauen und das eigene Können zu festigen und neue „Spielarten“ zu erlernen. Und es ist bestimmt kein Zufall, dass unter erstklassigen Musikern das Improvisieren besondere Wertschätzung genießt.

Wer das Improvisieren in seinem Leben als Ausdruck seiner besonderen Kompetenz und Kreativität „kultivieren“ will, muss allerhand beherrschen: das Instrument oder Werkzeug, den Stil, das eigene Potenzial, die (Spiel-)Technik und – nicht zuletzt – das Material, das (klanglich) bearbeitet werden soll.

Kein Wunder, dass man die Improvisationsfähigkeit in besonderem Maße dem Handwerker mit seinem umfassenden Können zuspricht! Er ist es ja, der fast jeden Tag den Beweis antreten muss, dass er mit Unvorhergesehenem gut umgehen und zu guten Ergebnissen kommen kann.

Wir müssen können können, was wir können müssen.

Wenn sich ein Kontrollfreak (trotz minutiöser Planung) in der Praxis verhaspelt, ist es oft aus und vorbei. Für den improvisationsfähigen Menschen hingegen ist es eine Gelegenheit, seine Erfahrung und seine inneren Kräfte frei spielen zu lassen. Mit innerer und äußerer Flexibilität können wir das Positive an (kurzfristigen) Veränderungen erkennen und sie als willkommene Herausforderung sehen.

Das, was uns in den Augenblicken des Unvorhergesehenen blockiert, ist die Angst, dass wir etwas nicht schaffen könnten. Das lähmt und strengt uns gleichzeitig ungeheuer an. Das Improvisieren hingegen mobilisiert unsere Kräfte bis in die Haarspitzen und lässt uns freier denken und handeln.

Wer überraschende Situationen nicht so „schwer“ nimmt und das Improvisieren nicht als ein Versagen sieht, auf das man eben jetzt reagieren muss, wird es locker und gekonnt in seinen Rhythmus und seine Arbeitsweise integrieren. Er wird „in Fesseln tanzen“. Wie beim Tango.

Und als persönlicher Check:
• Wie haben Sie gestern (wie oft) mit gutem Gewissen improvisiert?
• Wie haben Sie sich dabei gefühlt?
• Was hat Ihnen geholfen?

Und denken Sie immer daran: Je genauer man plant, desto härter trifft einen der Zufall. 

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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