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Die Sommerloch-Märchen

09.07.2018

KOLUMNE Ferragosto basta?

Spätestens dann, wenn die Urlaubsgelder fällig werden und man auch bei jeder körperlichen Anstrengung ins Schwitzen kommt, ist klar: Jetzt ist Zeit für einen wohlverdienten Urlaub. Und daran ist auch nicht zu rütteln. Aber es geht nicht nur um den August, den die Italiener als Ferragosto frank und frei landesweit zum arbeitsfreien Monat erklärt haben, sondern um die sinnvolle Widmung jener Zeit, in der angeblich „immer alle auf Urlaub“ sind. 

Sommerloch-Märchen 1

Im Sommer ist keiner da. Unsinn.

Das Flexibilisieren der Arbeitszeit und die zunehmende Mobilität der Menschen haben das Urlaubsverhalten entscheidend verändert: Während der Ferien- und Sommermonate sind immer nur maximal 30 % der Bevölkerung in den Ferien. Oder andersherum: 70 % sind „zu Hause“ und können angesprochen werden. Deshalb umschalten von der Produktions- auf die Kontaktarbeit.

Sommerloch-Märchen 2

An heißen Sommertagen hat niemand Bock aufs Wohnen. Stimmt nicht. Seit „Balkonien“ und der Garten immer stärker dem Wohnbereich (mit konkretem Einrichtungsbedarf) zugeschrieben werden, ergeben sich hier für den Tischler vielfältige Betätigungsfelder. Und während die Großflächenanbieter die Kunden in ihre Häuser locken müssen, kann der Tischler zu den Kunden gehen. Es gibt nämlich sehr viel zu tun, um aus – mehr oder weniger geglückten Do-it-yourself-Projekten – ordentliche Lösungen mit Funktion und Wertbestand zu machen. Es kommt nur auf die guten Ideen an. Da ist der Praktiker im Tischler gefragter denn je.

Sommerloch-Märchen 3

Wenn alle Mitarbeiter(innen) auf „Urlaubsmodus“ schalten, fällt niemandem etwas ein. Das Gegenteil ist der Fall. Die besten Ideen entstehen in entspannter Atmosphäre: Eine Gesprächsrunde mit Radler und cooler Bewirtung ist die beste „Kreativumgebung“, die man sich nur denken kann. Es ist nur wichtig, dass der Chef dabei die Fische einfängt und zusammenführt, die dabei durch die Gehirne flitzen. Dann werden nämlich Konzepte und Verbesserungschancen daraus, die dann im Herbst umgesetzt werden können.

Das Sommerloch ist nur für all jene eine Fallgrube ins Nichts, die diese Jahreszeit nicht richtig einordnen und zu nützen verstehen. Es ist keine „tote Zeit“. 

„Wenn die Tage länger werden“, schreibt die deutsche Aphoristikerin Waltraud Puzicka, „wachsen auch die Kräfte, sie zu füllen.“

Genießen Sie deshalb die freie Zeit, um Ihren Gedanken Auslauf zu geben, persönliche Kontakte zu Ihren Kundinnen und Kunden zu pflegen, sie auf neue Gedanken zu bringen und für die Ernte im Herbst vorzubereiten.
In diesem Sinn: Schönen Sommer! 

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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