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Das junge Unternehmen Dreikant nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Kommunikation, in der Erschließung neuer Vertriebswege und in der Präsentation seiner Produkte.

Die Tischlerei als digitale Produktionsstätte

19.06.2019

Vom Tisch bis zum virtuellen Haus: Der Holzcluster Salzburg zeigte im Rahmen einer Veranstaltung in Hallein, wie unterschiedliche Betriebe aus der Holzbranche die Digitalisierung für sich nutzen.

Herbert Lechner, Manager des Holzcluster Salzburg
Salzburgs Innungsmeister Herbert Sigl im Gespräch mit Speedmaster-Geschäftsführer Günther Schweiger und Verkaufsleiter Markus Hiemetsberger.

Die Digitalisierung ist längst in der Holzbranche angekommen. Sie ist allgegenwärtig, in der Tischlereiwerkstätte, in der Zimmererhalle, auf den Baustellen, in den Büros sowieso. Das Internet ist der Klebstoff für die Information – vom Auftrag zur Werkstatt zum Kunden. Ausgetüftelte Logistik im Online-Vertrieb, 3D-Modellierungen und Simulationen eröffnen auch dem Handwerk neue Dimensionen. Der Holzcluster Salzburg widmete sich im Rahmen einer Veranstaltung im Ausstellungsraum der Firma Dreikant in Hallein dem brandaktuellen Thema Digitalisierung und stellte in diesem Rahmen auch aktuelle Projekte und Beispiele aus der digitalen Arbeitswelt vor.

Digitales Vertriebsnetz

Das junge Unternehmen Dreikant nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung schon von Beginn an – sei es in der Kommunikation, in der Erschließung neuer Vertriebswege und in der Präsentation ihrer Produkte. Die jüngste Errungenschaft ist ein Online-Konfigurator, der ihren Tisch direkt in das Wohnzimmer des Kunden transferiert. Holzart, Abmessung und Form kann der Kunde wählen und erhält prompt eine realitätsnahe Abbildung seines Tisches in seinem Raum vermittelt. Auch der Preis für diesen speziellen Tisch ist hinterlegt. Das digitale Vertriebsnetz umschließt den ganzen Globus, Dreikant-Tische sind für die Weltreise gerüstet.

100 Prozent vernetzt

Der oberösterreichischer Möbelhersteller Speedmaster wiederum hat sich als Zulieferer für Tischlereibetriebe spezialisiert. In 30 Jahren hat man sich von einer klassischen Tischlerei zu einem Spezialzulieferbetrieb entwickelt, der jede Bestellung in nur 48 Stunden abwickelt. Heute baut das Geschäftsmodell von Speedmaster auf 17.000 Kunden im deutschsprachigen Raum auf, das ohne Internet und ohne digitales Netzwerk nicht funktionieren könnte. Jede Bestellung wird online getätigt, in der Produktion ist die Vernetzung zu 100 Prozent durchlässig. Der komplette Arbeitsablauf ist digitalisiert, von der Bestellung bis zur Rechnungslegung – Holz 4.0 sozusagen.

Virtueller Rundgang

Das Linzer Startup Unternehmen moxVR bringt Häuser in die virtuelle Realität, die noch gar nicht gebaut wurden.

Das Unternehmen ist in der Lage, Rundgänge in Virtual Reality für Häuslbauer leistbar anzubieten. Mit Hilfe der moxVR-App, kann sich jeder Kunde sein Haus oder seine Wohnung virtuell ansehen. Jeder Holzbaumeister kann damit ein digitales Werkszeug einsetzen, welches dem Kunden in der Abbildung seines Hauses sehr hilfreich ist. www.holzcluster.at

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