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Digitalisierung: Wann, wenn nicht jetzt?

12.03.2020

Die Digitalisierung ist eine echte Herausforderung. Wie sollen wir damit umgehen?

Die Bedeutung der digitalen Transformation für den Tischler wird rauf- und runtergebetet: Einsichten wachsen, Suchspannung entsteht, und es werden erste Anläufe genommen. Aber der große Respekt vor der komplexen Aufgabe bleibt: Die Frage nach der richtigen Reihenfolge der einzelnen Schritte bereitet immer wieder Kopfzerbrechen.

Werden Sie zum Zeithacker

Das Thema Digitalisierung kann einem schon den Schlaf rauben. Es ist wichtig und dringend zugleich und zudem noch recht komplex. Eine echte Herausforderung also. Wie sollen wir damit umgehen?

1. Setzen Sie sich Etappenziele
Studien zeigen, dass die Motivation zu Beginn eines umfassenden Vorhabens (meistens) sehr hoch ist, zwischendurch aber in der sogenannten U- oder Durchhängephase stark nachlässt. Viele Menschen haben dann das Gefühl „festzustecken“. Stellen Sie sich deshalb nicht die gesamte Distanz vor, die Sie bei der Digitalisierung zu gehen haben, sondern fokussieren nur den nächsten Schritt.

2. Erzählen Sie anderen von Ihren Plänen
Sobald die Zwischenziele feststehen, sollten Sie auf die Macht der öffentlichen Erklärung setzen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass wir unsere Ziele erreichen, wenn wir jemandem da­rüber Rechenschaft ablegen müssen. Um das Tief in der Halbzeit proaktiv zu vermeiden, sollten Sie anderen Personen von Ihrem nächsten Ziel erzählen und davon, wie Sie es erreichen wollen.

3. Hören Sie mittendrin auf
Ernest Hemingway schwor auf eine Technik, die auch ich sehr empfehlen kann: Er hörte mitten im Satz mit dem Schreiben auf, nicht etwa bei einem Kapitel oder Absatz. Diese bewusste Unvollständigkeit motiviert besonders stark, den Anschluss zu finden und mit voller Kraft weiterzumachen. Unbeendete Dinge bleiben länger (und „dringender“) im Gedächtnis als abgeschlossene Aufgaben.

4. Machen Sie eine optische Kette 
Drucken Sie sich einen Kalender mit allen 365 Tagen des Jahres aus und markieren Sie jeden Tag mit einem großen X, an dem Sie (auch kleine Dinge) in der Digitalisierung „weitergebracht“ haben. So entsteht eine Kette. Ihr Ziel ist, diese Kette niemals abreißen zu lassen.

5. Wen unterstützen Sie mit Ihrer Arbeit?
Wenn Sie mitten im Projekt das Gefühl haben, nicht weiterzukommen, stellen Sie sich Menschen (oder Ihre Familie) vor, die von Ihren Anstrengungen profitieren werden. So verwandelt sich das Tief in den bewegenden Funken „Wie kann ich helfen?“. 

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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