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 © Ortweinschule/Manuel Schaffernak, Heiko Kienleitner © Ortweinschule/Manuel Schaffernak, Heiko Kienleitner © Ortweinschule/Manuel Schaffernak, Heiko Kienleitner © Ortweinschule/Manuel Schaffernak, Heiko Kienleitner

Ein Stummer Diener

20.05.2019

Schlichtes Design, schlau konstruiert – das ist das Aufbewahrungsmöbel von Gerald Platzer.

Eine Holzleiter, die neben ihrer eigentlichen Funktion mit ihren Sprossen auch Platz für Kleidung bietet und so kurzerhand zu einem „Stummen Diener“ umgewandelt werden kann – dies war die Grundidee zu Gerald Platzers Meisterstück. Er wollte ein Möbel entwerfen, das durch seine Einfachheit überzeugt und mit seinen Funktionen hilft, den Alltag zu erleichtern. Da es sich um ein Ordnungsmöbel handelt, sollte durch die Formensprache eine gewisse Klarheit und Strukturiertheit zum Ausdruck gebracht werden. Inspirieren ließ sich Platzer dabei von der „Neuen Sachlichkeit“, insbesondere dem Stahlrohrsessel „Freischwinger“ des Bauhausarchitekten und Designers Marcel Breuer – so sollten auch die Funktionen gut ablesbar sein und sich in der Form widerspiegeln.

Die Seitenteile nehmen das Grundprinzip der Leiter auf und dienen so der Kleiderablage. Die beiden in massivem Santos Palisander gefertigten Seiten sind ungleich hoch, dieser Unterschied soll die beiden Benutzer repräsentieren und war namensgebend für das Möbel. Die zweite und dritte Sprosse von unten werden horizontal verlängert, verbinden so die beiden Leitern und teilen den Korpus in drei Kuben. Durch diese Konstruktion wirkt der Aufbewahrungs-Korpus – mit Massivholzkanten aus Lenga und Feuerlandkirsch-Furnier – im Zentrum des Möbels schwebend und aufgrund der Betonung der Horizontalen leicht. Die durch die Teilung entstehenden drei Kuben sind mit individuell auf die Benutzer abgestimmten Laden ausgestattet.

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