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Am 9. Dezember hat Kapo Fenster und Türen Insolvenz angemeldet.

Fenster- und Türenhersteller Kapo insolvent

16.12.2019

Nach der Kapo Holding und den Möbelwerkstätten hat jetzt auch das Kapo-Fensterwerk Insolvenz angemeldet. Eine Fortführung des Betriebs ist geplant, mit neuer Geschäftsführung und neuer Eigentümerstruktur will man den Neustart schaffen.

Die oststeirische Kapo-Gruppe kämpft schon länger mit Schwierigkeiten: Bereits im Jahr 2018 schlitterten die Kapo Möbelwerkstätten in die Insolvenz. Im Juni dieses Jahres folgte dann die Kapo Holding und wenig später mussten die Möbelwerkstätten erneut Insolvenz anmelden. Nun hat es auch Kapo Fenster und Türen getroffen – am 9. Dezember wurde ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt.

Laut dem Verband Creditreform musste das an sich positiv wirtschaftende Unternehmen aus Pöllau bei Hartberg in den vergangenen Monaten auch die defizitäre Schwestergesellschaft finanzieren. Dazu kam der Vertrauensverlust bei der Kundschaft und den Lieferanten durch die Insolvenzverfahren bei der Kapo Holding und den Möbelwerkstätten.

Mitarbeiter sollen großteils bleiben

Von der Insolvenz betroffen sind etwa 100 Gläubiger und 102 Mitarbeiter. Den Gläubigern will man eine Quote von 30 Prozent bieten. Diese soll aus dem laufenden Betrieb finanziert werden. Der Sanierungsplan sieht vor, das Unternehmen weiter zu führen und den größten Teil der Mitarbeiter weiter zu beschäftigen.

Neue Eigentümerstruktur

Mit Dezember hat Stefan Polzhofer die Geschäftsführung und Mehrheit am Unternehmen übernommen. Mit Othmar Sailer habe man zudem einen erfahrenen Manager als Investor gewonnen, heißt seitens des Fensterproduzenten.

Neustart ohne Altlasten

Das Sanierungsverfahren soll dem Unternehmen nun einen Neustart ohne Altlasten ermöglichen. Besonders im Vertrieb will man sich breiter aufstellen. „Wir wollen Kapo künftig als grünsten Fensterhersteller Österreichs positionieren“, sagt Stefan Polzhofer. „Der Trend zu Nachhaltigkeit am Bau unterstützt unsere Positionierung. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau unseres technischen Direktvertriebs, beispielsweise in Süddeutschland und der Schweiz. Zudem stehen wir aktuell vor dem Abschluss eines ersten Bauvorhabens am neuen Markt in Indien.“ (red)

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