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Fördern und fordern

05.04.2017

 Neuigkeiten in Sachen E-Mobilitäts­förderung, zur USt-Befreiung von Klein­unter­nehmern und zu Absetzbarkeit von Kinder­betreuungskosten.

Im Rahmen des E-Mobilitätspakets stehen 72 Millionen Euro bereit, um den Kauf von Elektroautos, E-Zweirädern und E-Nutzfahrzeugen sowie den Erwerb von privaten Ladestationen und den Ausbau öffentlicher E-Tankstellen zu fördern. Diese werden vom Verkehrsministerium, vom Umweltministerium und den Automobilimporteuren zu gleichen Teilen aufgebracht.

Für die Neuanschaffung eines E-Pkws bekommt man als Unternehmer € 3000,– , als Privater € 4000,– , für Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge in beiden Fällen € 1500,–. Beantragt kann die Förderung seit 1. März 2017 online unter www.umweltfoerderung.at werden. Gefördert werden nur Neuwagen bis zu einem Nettolistenpreis von max. € 50.000,– (mit dem Tesla wird es also wieder nichts!), und die Fahrzeuge müssen ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Für Zweiräder bekommt man gerade einmal € 375,–, für Kleinbusse und Nutzfahrzeuge bis fünf Tonnen dafür bis zu € 20.000,–.
Auch die Anschaffung von Ladestationen, sogenannte Wallboxes mit bis zu 22 kW Leistung, wird mit € 200,– unterstützt.

Kleinunternehmerbefreiung

Bis zu einem jährlichen Umsatz von € 30.000,– sind die Umsätze unecht von der Umsatzsteuer befreit.
Mussten bisher bei Ermittlung der Umsatzgrenze alle Umsätze des Steuerpflichtigen zusammengerechnet werden, bleiben seit 1. Jänner 2017 unecht befreite Umsätze außer Ansatz. Das wird u. a. Ärzte und andere Heilberufe freuen, weil sie (bei Unterschreiten der o. a. Grenze) für ihre nebenberufliche Gutachtertätigkeit oder auch z. B. Wohnraumvermietung keine Umsatzsteuer vorschreiben und abführen müssen.

Babysitter oder Oma

Seit 2009 sind Kinderbetreuungskosten in der Steuererklärung bis € 2300,–p. a. für Kinder bis zehn Jahre absetzbar. Voraussetzung war schon immer, dass es sich um eine qualifizierte Betreuungsperson handeln muss.
Bis Ende 2016 genügte der Nachweis, dass diese zumindest eine achtstündige Schulung absolviert hat, unter 21-Jährige mussten 16 Stunden nachweisen.
Nach einem Urteil vom Verwaltungsgericht aus 2015 wurde das Gesetz im Dezember des Vorjahres dahingehend verändert, dass ausnahmslos – wer auch immer aufpasst – 35 Ausbildungsstunden nachzuweisen sind, damit man die Kosten dafür absetzen kann. 
Das Gesetz gilt seit 1. Jänner 2017. Für alle, die es betrifft: Die Ausbildung darf bis Jahresende nachgeholt werden. 

Autor/in:
Manfred Wildgatsch

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95, 
office@jupiter.co.at gerne zur 
Verfügung.
www.jupiter.co.at

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