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Haltung ist alles

05.04.2019

Der Tischler-Tango

In unserer „Haltung“ sind mehrere Ebenen miteinander verbunden, und das Bewusstsein für unsere vorherrschende Haltung ist Voraussetzung für Veränderung: unsere innere Haltung mit Werten, Normen, Erfahrungen und persönlichen Einstellungen. Unsere äußere Haltung mit Mimik, Statur und Gestik. Und das Spannende ist: Wenn unsere Einstellungen mit unserer äußeren Haltung übereinstimmen, werden wir als souverän und authentisch erlebt. Das ist doch ein Ziel, oder? Die Kunst dabei ist, dass wir nicht reflexartig auf eine Situation (oder einen Kunden) reagieren, sondern uns bewusst dazu verhalten.

Ein Tango, der ja ursprünglich ein reiner Männertanz war, ist wie ein Brennglas unseres Lebens und seiner Anforderungen. Aber egal, ob wir Tango tanzen oder nicht: Die vier Grundthemen*, die wir aus dem Tango ableiten können, sind: Improvisation, ­Rollenverständnis, Kontakt und Vertrauen. Wenn wir improvisieren, entscheiden wir uns für einen von verschiedenen möglichen Schritten. In der Improvisation steckt eine besondere Qualität, die uns jedes Mal aufs Neue stärkt; wir lernen ja, immer besser zu entscheiden, was wirklich sein muss und was nicht.

Das Rollenverständnis als Chef(in) beinhaltet, dass wir die Fähigkeit haben und ständig weiterentwickeln, andere Menschen anzuleiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Im Tango geht es ja auch immer um ein „Führen und Folgen“; aber Führung hat dabei ebenso wenig mit rücksichtslosem Ego und brachialem Durchsetzungsvermögen zu tun, wie das Folgen ein Zeichen von Unterwerfung ist. Beide Rollen sind gleichberechtigt ..., und gemeinsam bilden sie ein Vertrauensverhältnis.

Wir Menschen sind immer in Kontakt zu anderen, und ein Unternehmer ist es in besonderem Maß. Aber Beziehungen sind niemals starr, sondern sie verändern sich ständig, weil sich die Menschen verändern. Um unsere Aufmerksamkeit im und für den Kontakt mit anderen zu schärfen, brauchen wir einen guten Kontakt zu uns selbst und zu der Art, wie wir „im Leben stehen“.

Je sicherer wir uns selbst gegenüber sind, desto größer wird unser Vertrauen anderen gegenüber. Und desto mehr vertrauen uns auch unsere Mitarbeiter(innen), Kunden und Partner.

Souveränität durch die Übereinstimmung von innerer und äußerer Haltung kann man lernen und trainieren. Ich werde meine kommenden Beiträge diesem Thema widmen. Denn unser Verhalten teilt immer etwas mit: „Wir können nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick)
 

*Quelle und auch für Nichttänzer wirklich lesenswert: Maja Günther, Haltung zeigen: Wege zu mehr Souveränität und innerer Stärke, Hamburg 2015

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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