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Herausforderungen gemeistert

27.07.2012

Von der Neuausschreibung der Gemeinschaftswerbung über den Kollektivvertrag bis zum Lehrlingsschwerpunkt: Die Bundesinnung war im ersten Halbjahr 2012 an vielen Fronten für die Mitgliederbetriebe im Einsatz.

Tischler, Holz gestaltende Gewerbe, Boots­bauer – die Bundesinnung vereint eine große Bandbreite an Betrieben in ihrem Zuständigkeitsbereich. Dabei ist der gemeinsame Nenner nicht nur die Arbeit mit dem Werkstoff Holz, auch sonst betreffen die jeweiligen Unternehmen eine Menge verwandter Themen. Bei den Bootsbauern etwa war heuer auf der Messe in Tulln die rechtskonforme CE-Kennzeichnung ihrer Boote ein großes Thema. Für Vertreter der Holz gestestaltenden Gewerbe wiederum standen im Frühjahr bei einem Treffen in Pöchlarn Fragen der Lehrlingsausbildung und der Durchführung von Meisterprüfungen im Mittelpunkt. Die Meisterprüfungen der Fassbinder werden künftig ausschließlich in Pöchlarn, jene der Drechsler bzw. Bildhauer in Hallstatt durchgeführt.


Lehrlingsschwerpunkt

Ausbildungs- und Nachwuchsfragen zum Beispiel werden derzeit branchenübergreifend intensiv diskutiert. Aufgrund der problematischen demografischen Entwicklung hat die Bundesinnung zur Abwehr eines künftigen Facharbeitermangels einen Lehrlingsschwerpunkt gesetzt. „Wir müssen hier alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Jugendlichen für den Tischlerberuf zu begeistern“, sagt Bundesinnungsmeister KommR. Ing. Josef Breiter. „Weil für unseren vielfältigen Beruf entsprechende Talente gefragt sind, haben wir dazu unter ww.talentezone.at eine zielgruppengerechte Internetseite geschaffen.“  Zum Lehrlingsschwerpunkt gehören außerdem unter anderem zwei TV-Spots sowie ein Facebook-Auftritt.


Gemeinschaftswerbung

Die werbliche Betreuung der Innung wurde dabei heuer EU-weit neu ausgeschrieben. Unter den zahlreichen Einreichungen konnte sich wieder die Werbeagentur Frischblut als bester Bieter gegen die Mitbewerber durchsetzen. 2013 wird es neben geballter Medienpräsenz im Hörfunk jeweils einen TV-Sendeschwerpunkt im Frühjahr und Herbst geben. Dabei werden neben den bestehenden Spots auch Neuproduktionen eingesetzt. Ergänzend dazu findet in den Printmedien Öffentlichkeitsarbeit mit PR-Artikeln statt. Die Bundesinnung bietet darüber hinaus als Werbeartikel für den Betrieb kostengünstig Tischlerfahnen an.


Kollektivverträge

Ein weiterer wichtiger Punkt waren heuer die Kollektivvertragsverhandlungen. Die Gespräche gestalteten sich als schwierig, weil die Abschlüsse der letzten Monate in anderen Gruppen – insbesondere im Metall verarbeitenden Gewerbe mit 4,16 Prozent Istlohnerhöhung – relativ hoch waren, aber andererseits die Prognose des VPI für die nächsten Monate deutlich nach unten gingen. Nach langen Verhandlungen konnte letztendlich ein Lohnabschluss in der Größenordnung von 3,8 bis 3,91 Prozent je nach Lohngruppe erzielt werden.


Bauproduktenverordnung

Durch die Ablöse der bisherigen Bauproduktenrichtlinie durch die neue Bauproduktenverordnung ergaben sich auch für die Interessenvertreter der Tischler zahlreiche Herausforderungen. Neu in diesem Zusammenhang ist die verstärkte Betrachtung von Umwelteinflüssen auf die Produktion. Dies wird durch die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPD) künftig im Bereich der Fenster und Türen zu dokumentieren sein. Die Innung wird sich weiter intensiv mit diesen Themen befassen, um die Betriebe bei der Umsetzung der bestehenden und kommenden gesetzlichen Vorgaben bestmöglich zu unterstützen.

www.tischler.at

Text: Thomas Prlic

Autor/in:
Redaktion Tischler Journal
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