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Holzland Österreich

07.10.2013

Eine im Auftrag des Fachverbandes der Holzindustrie durchgeführte Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes Economica unterstreicht die enorme Bedeutung der Holzwirtschaft in Österreich.

Die Bedeutung der Holzwirtschaft in Österreich wird oft stark unterschätzt. Dies führt ein Vergleich mit dem Tourismus besonders deutlich vor Augen. Mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von 10,62 Mrd. Euro trägt die Holzwirtschaft im weiteren Sinn 3,9 Prozent zum BIP bei. Damit liegt die Branche nur ganz knapp hinter dem Tourismus, der rund 4,2 Prozent des BIP ausmacht.

Um die Holzwirtschaft in Österreich und in der Politik besser zu verankern, hat der FV Holzindustrie gemeinsam mit dem Wirtschafts- und dem Lebensministerium das „Arbeitsprogramm Holzwirtschaft" initiiert. Dies trägt nicht nur der aktuellen Versorgungsproblematik Rechnung, sondern setzt auch beim vermehrten Einsatz von Holz bei öffentlichen Ausschreibungen und einer verstärkten Förderung des Holzbaus an. Gleichzeitig bestätigt die Studie auch die dringende Notwendigkeit des Strukturwandels, mit dem sich die heimische Sägeindustrie nach der weltweiten Wirtschaftskrise konfrontiert sieht. Kulterer unterstreicht dies durch aktuelle Marktdaten.

So ist der Nadelschnittholzexport in Österreichs wichtigsten Exportmarkt Italien im ersten Halbjahr 2013 erneut um 22,4 Prozent eingebrochen. Auf die vergangenen zwei Jahre summiert sich damit ein Absatzminus von fast 45 Prozent mit dem Hauptexportmarkt Italien. Dies erfordert eine hohe Flexibilität und eine neue Ausrichtung, weshalb die Sägeindustrie von der Forstwirtschaft fordert, das dafür benötigte Rundholz in ausreichender Qualität aus heimischen Ressourcen bereitzustellen. (red)

www.saege.at

Autor/in:
Redaktion Tischler Journal
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