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Die Besonderheiten von Vakuumglas machen auch eine spezielle konstruktive Gestaltung und Detaillierung erforderlich.

Innovative Fensterkonzepte für Vakuumglas

14.02.2018

Vakuumglas bietet neue Möglichkeiten in Sachen Energieeffizienz im Fensterbau. Aber welche Fensterkonstruktion passt dafür? Die Holzforschung Austria hat mit der TU-Wien und Partnern aus der Wirtschaft innovative Lösungen erarbeitet.

Wie sich Vakuumglas technisch in neue Holz- und Holzalufenster integrieren lässt, damit beschäftigten sich die Partner des Sondierungsprojektes „Motive – die Holzforschung Austria, die TU Wien und Partner aus der Wirtschaft – im Förderprogramm „Stadt der Zukunft“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit).

In einer ersten Phase näherten sich die Projektbeteiligen dem Thema zunächst konzeptionell, die Ideen wurden im Projektteam jeweils kritisch diskutiert und optimiert.

Prototypen und Mock-Ups 

Einige ausgewählte Konzepte wurden dann einer eingehenden Analyse unterzogen, um daraus Entwurfskonzepte abzuleiten. Aspekte wie Handhabbarkeit, mögliche Probleme bei Bau, Planung, Einbau, Nutzung, Reinigung oder Wartung spielten dabei eine wesentliche Rolle. Die vielversprechendsten Entwurfskonzepte wurden im Projektteam eingehend überprüft und zur Erstellung von Handmustern herangezogen, die bereits Aspekte der Materialität, der Benutzbarkeit, und letztlich auch der Dichtheit und Montage berücksichtigen. In weiterer Folge erstellte das Projektteam aus den Handmustern funktionsfähige Prototypen, die zum Modellstudium der Designs dienten. In der letzten Phase, dem Bau eines Mock-Ups mit Vakuumglas, musste auf die Verfügbarkeit von Beschlagkomponenten Rücksicht genommen werden. Das Mock-Up wurde ausgiebig auf Herz und Nieren geprüft.

Die Ergebnisse aus dem Projekt zeigen, dass die Besonderheiten von Vakuumglas wie z.B. seine extrem dünne Glasdicke (in der Regel 8 mm), das geringe Gewicht oder der erforderlich große Glaseinstand, eine spezielle konstruktive Gestaltung und Detaillierung erforderlich machen. Gerade diese Notwendigkeit und die damit verbundenen Herausforderungen eröffnen aber die Möglichkeit, eines neuen Zugangs zum Thema Fenster. So konnten mutige Öffnungsarten realisiert, geänderte Bedienkonzepte entwickelt, extrem schlanke Profilquerschnitte umgesetzt und Leibungs-, Stock- und Flügelbündige Lösungen entwickelt werden. Da es sich bei dem Projekt um eine Sondierung mit beschränkten zeitlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten handelt, konnten nicht alle innovativen Lösungsansätze bis zum Prototypen und Mock-Up weiterentwickelt werden. Dies hat zum Teil damit zu tun, dass es für die entwickelten Konzepte noch an entsprechend verfügbarer Beschlagtechnik fehlt. Diese Entwicklungen stehen nun auf der Agenda eines Folgeprojekts. (red/acr), www.acr.ac.at, www.holzforschung.at

 

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