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KMU-Accelerator macht Tischler fit fürs digitale Zeitalter

05.11.2019

Mit dem KMU-Accelerator starten die Bundesinnung und der oberösterreichische Möbel-Holzbau-Cluster einen modularen Digitalisierungslehrgang für Tischlereien. 

Dank des Engangements von Gerhard Spitzbart kann das Projekt jetzt doch stattfinden.
Gabriel Gruber ist beim MHC für die Umsetzung des KMU-Accelerator zuständig.

Beinahe wäre es nichts geworden mit dem Digitalisierungsprojekt für Tischlereien. Dabei war im Sommer noch alles auf Schiene: Die Digitalisierungsagentur hatte unter anderem die Tischlerbranche für eines von drei Pilotprojekten auserkoren, bei denen Unternehmen in der Weiterentwicklung ihrer digitalen Kompetenzen unterstützt werden sollten. Mit dem oberösterreichischen Möbel-Holzbau-Cluster (MHC) als Projektpartner gab es dazu vor dem Sommer eine große Umfrage unter den Betrieben, um herauszufinden, wie gut diese im Digitalbereich bereits in Planung, Produktion und Vertrieb aufgestellt sind und wo die Tischler in den kommenden Jahren Chancen und Risiken sehen. 

Neue Finanzierung aufgestellt

Im September hätte der ­„KMU-Accelerator“ (siehe dazu auch Bericht im OÖ-Spezial 9/2019) starten sollen – doch nach den politischen Umbrüchen im Sommer wurde die Finanzierung kurzfristig gestoppt. Während die Umsetzung in den anderen beiden Branchen schließlich abgesagt wurde, kann es – auch aufgrund des Engagements von Bundesinnungsmeister KommR Gerhard Spitzbart – für die Tischler jetzt doch stattfinden. In den vergangenen Wochen suchte dieser intensiv nach neuen Sponsoren und konnte so die weitere Finanzierung sicherstellen. 
Tatsächlich wird das Projekt jetzt sogar etwas umfangreicher als geplant ausfallen: Ursprünglich waren 14 Unternehmen aus Oberösterreich als Teilnehmer vorgesehen. Auf den Bericht im Tischler Journal hin meldeten sich weitere Interessenten aus anderen Bundesländern beim MHC, die nun ebenfalls in der ersten Projektrunde dabei sein können. 
Die Seminarreihe ist modulartig aufgebaut: Zum Einstieg geht es um grundlegende Fragen (Warum Digitalisierung?, IT-Sicherheit, Fördermöglichkeiten), dann widmet man sich mit konkreten Anwendungsbeispielen den drei Hauptfeldern Planung, Produktion und Vertrieb. 

Praxisnutzen gefragt

„Wir haben die Reihe bewusst nutzerzentriert aufgebaut“, sagt Gabriel Gruber, der beim MHC für die Umsetzung zuständig ist. Im zweiten Teil des Lehrgangs liegt ein Schwerpunkt deshalb auf Best Practice-Beispielen, wo bei Vorzeigebetrieben – auch aus anderen Branchen die verschiedenen Aspekte des Themas praxisnah erläutert werden. Die Themenpalette reicht dabei von der VR-Visualisierung über Produktionstechnologien und Robotik bis zum Webshop und Social Media.
Nach den Verzögerungen soll der KMU-Accelerator nun im November, spätestens Dezember tatsächlich starten. „Uns ist dabei wichtig, dass die Erkenntnisse aus diesem ersten Projektdurchlauf in Folge auch auf breiterer Basis nutzbar gemacht werden“, sagt Bundesinnungsmeister Spitzbart. Es solle schließlich nicht nur ein kleiner Kreis von Unternehmen, sondern die ganze Branche von dem Vorzeigeprojekt profitieren. ­Gabriel Gruber kann sich vorstellen, die Reihe als jährliches Fixformat weiterlaufen zu lassen – so könnte man das generierte Fachwissen auch weiteren Betrieben zugutekommen lassen. 

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