Direkt zum Inhalt

Lernen und sparen

05.02.2015

Lernen fällt sicher leichter, wenn man an die Steuerrückvergütung durch das Finanzamt denkt. 

Fortbildungskosten dienen dazu, im jeweils ausgeübten Beruf das Niveau zu halten und Kenntnisse und Fähigkeiten zu verbessern. Der Begriff ist durchaus weit zu verstehen, nur Bildungsmaßnahmen, die von eher allgemeinem Interesse sind und auch überwiegend der privaten Lebensführung dienen, sind nicht abzugsfähig.

Abzugsfähigkeit

Ausbildungskosten sind Aufwendungen zur Erlangung von Kenntnissen, die eine Berufsausübung ermöglichen. Die Abzugsfähigkeit ist nur dann gegeben, wenn ein Zusammenhang mit einer bereits ausgeübten oder damit verwandten Tätigkeit vorliegt. 
Beispiele für abzugsfähige Aufwendungen in diesem Zusammenhang sind:

  • Ein Elektriker besucht eine HTL für Elektrotechnik.
  • Ein Baumeister studiert Archi­tektur.
  • Eine Gastronomin besucht einen Kurs für Tourismusmanagement.

Umschulung

Aufwendungen für Umschulungsmaßnahmen sind dann abzugsfähig, wenn sie derart umfassend sind, dass sie einen Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit ermöglichen und auf eine tatsächliche Ausübung eines anderen Berufs abzielen. 
Der Begriff Umschulung setzt voraus, dass bereits eine Tätigkeit ausgeübt wird. 
Die Kosten sind auch dann absetzbar, wenn der andere Beruf, auf den die umfassende Umschulungsmaßnahme abzielt, nicht als Haupttätigkeit ausgeübt werden soll. 
Steuerlich steht also dem Bildungseifer nichts im Weg. Nur Pensionisten sind arm dran. Sie können Bildungsmaßnahmen überhaupt nicht absetzen.

Erleichterungen bei Auftraggeberhaftung für EPU

Bisher war es für Kleinunternehmen ohne Dienstnehmer nicht möglich, in die HFU-Liste aufgenommen zu werden und damit zu vermeiden, dass die Auftraggeber einen Teil des Werklohns an die GKK zahlen müssen, um sich von Haftungen für Lohnabgaben zu befreien, die mangels Dienstnehmern gar nicht auftreten können. 
Seit 1. 1. 2015 können sich EPU, die ja keine Dienstnehmer beschäftigen sowie seit drei Jahren Bauleistungen erbringen, nach GSVG pflichtversichert sind und ihre fälligen Versicherungsbeiträge bis zum 15. nach Quartalsende zahlen, mittels Antrag an das Dienstleistungszentrum AGH bei der Wiener Gebietskrankenkasse in die HFU-Liste eintragen lassen.
Damit kann der Kunde nach Kontrolle der Aktualität der Eintragung in der HFU-Liste den gesamten Rechnungsbetrag der Bauleistung bedenkenlos an den EPU auszahlen.

Autor/in:
Manfred Wildgatsch
Werbung
Werbung