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Masken runter

11.03.2019

Zeit für einen Kehraus.

Die Bewohner der Serenissima machen gegen den „Überfall der Masken beim Karneval in Venedig“ mobil. 43 Prozent der Österreicher finden einen „starken Führer“ attraktiv, weil sie es leid sind, wie Politiker und Parteien von der einen in eine andere Maske schlüpfen. Immer mehr Finanz- und Versicherungsfirmen bieten ihre Leistungen „direkt“ an, weil ihnen ihre Kunden ihre maskierten Versprechungen nicht mehr abnehmen. Es gibt eine starke Bewegung zu einfacher und leichter Sprache, die rasch auf den Punkt kommt, auf die Masken ausschmückender Duftwolken verzichtet und voll und ganz auf Verständlichkeit setzt. Kurz: Es ist auch für den Tischler höchst an der Zeit, hinter seinen selbstgewählten Masken hervorzutreten ...

Bei einem so persönlichkeitsbezogenen Geschäft wie der Tischlerei zählen folgende Fragen ganz besonders:

  1. Wer steckt eigentlich „hinter“ der Firma und sorgen wir dafür, dass Unternehmer(in) und Mitarbeiter(innen) deutlich erkennbar sind und bleiben? Dass klar ist, wer wofür steht? Jeder Markt ist Gespräch...
     
  2. Was machen wir denn eigentlich (genau), und worin sind wir besonders gut? Können wir diese Frage jedem Interessenten in 40 Sekunden schlüssig beantworten, oder eiern wir herum?
     
  3. Ist unsere Art zu denken, zu beraten, zu gestalten und zu arbeiten wirklich verständlich? Oder bilden wir uns das nur ein, weil das einem möglichen Kunden sowieso klar sein muss? Setzen wir bei ihm nicht zu viel voraus?
     
  4. Sind unsere Angebote und Leistungsbeschreibungen so abgefasst, dass sie auch Laien verstehen und auch den Nutzen erkennen? Oder verstecken wir uns hinter allgemeingültigen Floskeln, die schon keiner mehr hören kann?
     
  5. Deklarieren (und erklären) wir unsere Leistungen zum Beispiel während einer Montage beim Kunden? Oder „hackeln“ wir stumm und verbissen vor uns hin und hoffen, dass uns der Kunde nicht „unnötig anquatscht“?
     
  6. Natürlich ist es wichtig, das Bild zu pflegen, das die Öffentlichkeit von uns und unserem Wirken haben soll. Aber unser Image darf kein Potemkin’sches Dorf sein, das nur aus Fassaden besteht. Es braucht Substanz, Hintergrund und die Möglichkeit für den Kunden, sich von seinem Wahrheitsgehalt zu überzeugen. 

Doch es gibt Hoffnung und einen klaren Weg, aus der „Maske“ herauszutreten:

  • Identität? (Wer sind wir?)
     
  • Welche Aufgaben und Rollen leiten sich daraus ab?
     
  • Welche Bilder (Images) sollen dabei in den Köpfen unserer (möglichen) Kunden entstehen, während wir diese Aufgaben erfüllen?

Wer diese Fragen beantworten kann, muss keinen Aschermittwoch fürchten. 

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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