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Meisterstück: Schreibtisch mit Schwung

28.07.2020

Klaus Reitinger hat seinen Schreibtisch mit zwei kontrastierenden Gestaltungsansätzen zweigeteilt.

Klaus Reitinger hat als Meisterstück einen Schreibtisch als solitäres Möbel für die private Nutzung in einem Holzhaus entwickelt. Die Basis für seinen Entwurf bildete dabei seine enge Beziehung zum Wald. „Die Leidenschaft für den Werkstoff und die Besonderheit und Wirkung, die vom Rohstoff ausgeht, waren Impuls für die Formgebung, Design und Funktion“, erklärt er in der Beschreibung zu seinem Möbel.

Auf den ersten Blick fällt an dem Meisterstück die gestalterische Zweiteilung auf: auf der einen Seite ein schlichter, geradliniger Hauptkorpus mit Oberflächen in Eichenfurnier, darüber eine braune Mineralholzplatte, die mit einem ordentlichen Schwung – bzw. einer Biegung nach unten – die zweite Seite des Tisches bildet. 

Diese kontrastierende Aufteilung führt ­Reitinger auch bei den Fußgestellen fort, auf denen das Möbel ruht. Auf der einen Seite hat er dazu zwei schräg gestellte Leisten mit Schlitz- und Zapfenverbindung angeordnet. Auf der anderen Seite steht der Tisch auf zweimal drei schräg durcheinanderlaufenden, dunklen Holzleisten. Im eigentlichen Schreibtischelement sind nach vorne und hinten jeweils zwei klassisch geführte Laden verbaut. Auf der linken Seite befindet sich eine Klappe, die durch das Aufschieben einer Lade mitgeöffnet oder -geschlossen wird. Die Lade ist durch einen handgefertigten Klappenbeschlag permanent vorgespannt. Eine Hälfte der Öffnung ist mit einer Lade ausgestattet, in der anderen sind Steckdosen verbaut und die Technik für das Leselicht darüber untergebracht. Die Mineralwerkstoff-Tischplatte hat Reitinger farblich auf den Bürostuhl abgestimmt. Mit einer Schreibeinlage in Leder wird die obere Platte mit dem Korpus verbunden. Auf der hinteren Seite „wächst“ ein Holzstück aus der Platte, an dem oben ein LED eingefräst wird, das als Leselicht gedacht ist. (red/reitinger) 

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