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Die Hocker sind in Buche, Eiche und Nuss und in schwarz und weiß erhältlich. Auch eine Variante mit Stroh-Sitzfläche gibt es.

Natur pur: Hocker von Spurenlos Möbeldesign

18.04.2018

Keine Beschläge, keine synthetischen Bindemittel, keine künstlichen Bestandteile: Zwei Vorarlberger Tischler haben einen Hocker entwickelt, der so umweltfreundlich ist, dass man ihn sogar kompostieren könnte.

Der Hocker „Dreiblatt“ kommt völlig ohne künstliche Bestandteile aus.

Mehr als drei Jahre Entwicklungszeit stecken im „Dreiblatt“ – so nennt sich der Hocker von Spurenlos Möbeldesign, der ausschließlich aus komplett natürlichen Materialien besteht. Hinter dem Label Spurenlos stehen die Brüder Christoph und Wolfgang Mähr, die gemeinsam die Tischlerei Mähr Möbeldesign in Feldkirch-Nofels betreiben. Im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne suchen die beiden jetzt weitere Unterstützer für ihr Projekt.

Mit ihrem Hocker haben die Brüder nicht einfach nur ein Naturholzmöbel entwickelt, sondern eines, bei dem der gesamte Produktzyklus mitgedacht ist – der Hocker ist theoretisch sogar kompostierbar. „Wir haben uns gedacht: Wenn wir schon so etwas entwickeln, dann verzichten wir vollständig auf Metall, Kunststoff und Leim“, sagt Wolfgang Mähr.

Der Hocker Dreiblatt – der Name bezieht sich auf die spezielle Form der Sitzfläche – ist in Varianten in Buchenholz, Eiche und Nuss erhältlich, die Oberflächen sind dabei mit einer Naturöl-Wachsmischung behandelt. Auch farbige Varianten – Buche weiß und schwarz gefärbt –, die mit pigmentiertem Leimöl eingelassen sind, gibt es im Programm. Und sogar ein Modell mit einer Sitzfläche aus gepresstem Stroh haben die Mährs entwickelt.

Die Hocker werden mit individueller Sitzhöhe von 52 bis 65 cm produziert und sind damit für unterschiedliche Altersgruppen und Zwecke einsetzbar. Berücksichtigt haben die Tischler in der Entwicklung auch ergonomische Gesichtspunkte – so sollen die Hocker eine rückenschonende Sitzhaltung ermöglichen. Konstruktiv anspruchsvoll war die Entwicklung der Steckverbindung zwischen Sitzfläche und Bein, für die Christoph und Wolfgang Mähr eine spezielle Konus-Form designten, die eine kraftschlüssige Verbindung ermöglicht, sich aber auch wieder lösen lässt. Zerlegbar ist Dreiblatt nämlich auch noch – und zum Kompostieren natürlich viel zu schade. spurenlos.at

Autor/in:
Thomas Prlic
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