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Praxisorientierte Qualifizierung

26.11.2014

Das Schulungszentrum Fohnsdorf in der Steiermark ermöglicht Arbeitssuchenden eine praxisorientierte Ausbildung zum Tischler. Auch für Betriebe hat das SZF maßgeschneiderte Weiterbildungskonzepte parat.

Das Schulungszentrum Fohnsdorf (SZF) in der Steiermark bildet als Erwachsenenbildungseinrichtung seit 40 Jahren Fachkräfte für die Wirtschaft aus. Das Ausbildungszentrum ist in den Bereichen Metall- und Elektrotechnik, Tourismus, Office sowie Holz- und Bautechnik tätig und bietet auf unterschiedlichste Ausbildungsniveaus abgestimmte Schulungsmaßnahmen – von der Lehrabschlussprüfung im zweiten Bildungsweg für Arbeitssuchende bis hin zur Zusatzqualifikation für Mitarbeiter von Handwerksbetrieben.

Als organisatorisch vom AMS getragene Ausbildungsinstitution vermittelt das SZF auch Fachkräfte. Das Schulungszentrum unterstützt die Arbeitssuchenden beim Finden einer Praktikums- oder späteren Arbeitsstelle und erleichtert auch den Unternehmen mit Vermittlungsangeboten die Mitarbeitersuche. Firmen, die Fachkräfte einstellen wollen, können sich etwa im Schulungszentrum den Kursteilnehmern präsentieren oder auch auf der hausinternen Jobbörse inserieren.

MODULARES SYSTEM

Im SZF ist man sich bewusst, dass Schulungsmaßnahmen des AMS nicht immer den besten Ruf haben. Einen besonderen Wert legt man deshalb auf den Praxisnutzen der Ausbildungsangebote. „Wir wollen schließlich, dass die Fachkräfte, die wir ausbilden, auch einen Job bekommen“, sagt der Leiter der Qualifizierung, Ing. Heimo Gladik. Im SZF versucht man, das Schulungskonzept auf die persönlichen Fähigkeiten der Teilnehmer abzustimmen und kann dabei dank eines modular aufgebauten Unterrichtssystems sehr flexibel auf die individuellen Ansprüche eingehen.

Wer sich am SZF für die Lehrabschlussprüfung als Tischler vorbereitet, muss während der Ausbildungszeit ein zweiwöchiges Praktikum absolvieren. Für die Kursteilnehmer bietet das die Gelegenheit, bei einem möglichen Arbeitgeber ihr Können zu beweisen – und für die Firmen die Chance, auf diese Weise neue Fachkräfte zu finden. Auch hier ist im SZF Flexibilität gefragt: „Wenn etwa ein Betrieb einen Praktikumsteilnehmer übernehmen möchte, aber ihm dazu noch spezifische CAD-Kenntnisse fehlen, können wir die restliche Ausbildung darauf hin abstimmen“, erklärt Gladik.

DIE GANZE BANDBREITE

Zwar kann man am SZF nicht dieselbe Arbeitspraxis wie in einem Betrieb vermitteln. Dafür legt man Wert – etwa mit Projektarbeiten – auf eine themenübergreifende Vermittlung der Lehrinhalte. Diese umfassen sämtliche Arbeitsprozesse von der Planung über die Arbeitsvorbereitung bis zur Fertigung. Die Ausstattung in der Werkstatt ist am neuesten Stand der Technik. Seit kurzem wird etwa an einem neuen Fünf-Achs-CNC-Zentrum von Homag gelehrt. Der Unterricht mit dem CAD-Softwaresystem von RSO ergänzt das Ausbildungs-Gesamtpaket. Und um weiterhin für alle Ansprüche des Marktes gerüstet zu sein, will man im Schulungszentrum künftig auch Tischlereitechniker ausbilden.

Ein für Tischlerbetriebe interessantes Angebot stellt auch die Möglichkeit zur Weiterbildung von Mitarbeitern dar. Die Fortbildungsmaßnahmen werden dabei genau auf die Firmenwünsche hin abgestimmt. Steirische Betriebe können im SZF auch geförderte Spezialmodule bis hin zu Vorbereitungskursen für die Lehrabschlussprüfung buchen.

www.szf.at

Text: Thomas Prlic

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