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Der Holzindustrie-Vorstand: Herbert Jöbstl, Erich Wiesner, Erlfried Taurer (v.l.n.r.)

Rekordproduktion: Holz ist im Trend

18.06.2019

Die heimische Holzindustrie zieht eine positive Jahresbilanz. Auch Holzfenster und Türen haben zugelegt.

Dass Holz nach wie vor im Trend liegt, zeigt die österreichische Holzindustrie 2018 mit einem Rekordproduktionswert von 8,33 Milliarden Euro und einem Plus von rund 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Viele Faktoren waren für dieses erfreuliche Ergebnis verantwortlich“, sagt Fachverbandsobmann Erich Wiesner. „Mit einer Bauwirtschaft, die insgesamt boomt und einem Baumaterial Holz, das national und international immer beliebter und vor allem bei Hochhausbauten immer öfter eingesetzt wird, sind Ergebnisse wie diese zu erzielen. Zudem war der Rohstoff durch einen hohen Anfall an Kalamitätsholz in diesem Jahr reichlich vorhanden. Zunehmender Rückenwind kommt seitens Politik und Gesellschaft im Sinne der Bioökonomie. Hier kann Holz als nachwachsender Rohstoff gegenüber fossiler Rohstoffe punkten.“

Die Holzindustrie zählt aktuell 26.382 Beschäftigte und hält damit das Niveau der letzten Jahrzehnte. Mit ihren derzeit 1.224 aktiven Betrieben ist sie ein bedeutender Arbeitgeber, vor allem in strukturschwachen Regionen. Zur Holzindustrie zählen neben rund 1.000 Sägewerken, Betriebe aus der Möbel-, Ski- und Plattenindustrie sowie aus dem Baubereich. Der Großteil der Unternehmen besteht aus Klein- und Mittelbetrieben in Familienbesitz.

Die stark exportorientierte Branche verzeichnet im Jahr 2018 mit einem Zuwachs von 6,6 Prozent ein Gesamtvolumen von rund 6 Mrd. Euro. Von den durchschnittlich 70 Prozent Exportquote gehen beinahe zwei Drittel der Exporte an EU-Länder, allen voran an Deutschland und Italien.

Entwicklungen der Teilbranchen

Der anhaltende Trend im Holzbau bzw. bei Holzbauprodukten bringt der Holzbauindustrie ein kontinuierliches Produktionswachstum. 2018 schließt dieses Segment mit einem Plus von 2,5 Prozent.

Zugelegt haben vorrangig Leimbauteile sowie auch Holzfenster und Türen.

Die Möbelindustrie schließt das Jahr 2018 mit einem Produktionsplus von knapp 5 Prozent ab und bringt ein Ergebnis von rund 2 Mrd. Euro. Zudem nehmen die Geschäfte im Kernmarkt Europa weiter zu. Mit einer 22-prozentigen Steigerung verzeichnet der Ladenbau den höchsten Exportzugewinn.

Eine positive Entwicklung zeigt auch die heimische Plattenindustrie. Steigerungen beim Inlandsabsatz sowie beim Produktionsvolumen von Spanplatten und eine volle Auslastung von Produktionskapazitäten sichern auch weiterhin Arbeitsplätze für circa 3000 Beschäftigte in strukturschwachen Regionen.

Sägeindustrie: neuntgrößter Produzent der Welt

Die österreichische Sägeindustrie ist mit rund 6.000 Beschäftigten und 1.000 Betrieben ein großer Industriezweig. Im Jahr 2018 konnte die Sägeindustrie die hohen Schnittholz-Produktionsmengen der letzten Jahre sogar noch weiter ausbauen, auf gesamt 10,4 Mio.m³ und ist damit neuntgrößter Produzent der Welt. Der Außenhandel legt ebenso um 8,6 Prozent zu und schließt das Jahr mit 5,9 Mio. m³ und belegt Rang 7 der Welt.

Auch die Skiindustrie hat die Wintersaison 2018 erfolgreich beschlosse, öffnet mit ihrem „Snow-How“ den Zukunftsmarkt China und liefert einen hohen Beitrag zur österreichischen Volkswirtschaft. www.holzindustrie.at

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