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Fräsen an der CNC – 30 verschiedene Werkzeuge stehen an der Maschine für die Bearbeitung zur Verfügung.

Reportage: High-End-Design mit Präzision

10.07.2019

Alexander Haas fertigt mit seinem Betrieb in St. Roman bei Schärding hochwertige Möbel für anspruchsvolle Kunden im In- und Ausland. In fast allen Bereichen der Fertigung setzt er dazu auf die Werkzeugtechnologie von Leitz. 

Werkzeugvielfalt – für jeden Bearbeitungszweck das Passende dabei
Tischlermeister Alexander Haas hat 2014 seinen eigenen Betrieb gegründet.

Alexander Haas hatte schon als junger Tischler vor der Gründung seines eigenen Betriebs einige beeindruckende Karriereschritte vorzuweisen: Er gewann Lehrlingsbewerbe und die Staatsmeisterschaften und schaffte es 2011 bei den Berufsweltmeisterschaften „World Skills“ auf den fünften Platz. 2013 schloss er die Meisterklasse der HTBLA Graz-Ortweinschule ab, seine Meisterarbeit – ein spektakulärer Schreibtisch mit auskragender, geschwungener Tischplatte – wurde als bestes Meisterstück im Lignorama und mit Platz 1 beim „holzArt“ Designpreis der Tischlerinnung Oberösterreich ausgezeichnet.
Der Teilnahme an der Berufs-WM in London verdankt Haas auch einige gute nationale und internationale Kontakte in der Branche. So arbeitet er heute mit seinem Betrieb „Haas Exklusivmöbel“ viel mit der steirischen Tischlerei Radaschitz und dem Unternehmen Interior ID in London zusammen. Letzteres ist ein technisches Büro, für dessen Kunden Haas mit seinen elf Mitarbeitern exklusive Innenausstattung für Yachten und Privatobjekte fertigt. 

Kunden mit Anspruch

Seit 2014 leitet Haas seine eigene Firma, mit der er neben den High-End-Interior-Projekten in Großbritannien auch schon für Kunden in Brasilien, Russland und Shanghai produziert hat. Die internationale Kundschaft ist dabei höchst anspruchsvoll – sowohl was die Materialen und Oberflächen angeht als auch in Bezug auf die Verarbeitungsqualität. So werden von den Auftraggebern mitunter auch eigene Repräsentanten zur Projektabnahme eingeflogen. Wenn alles passt, wird die Ware danach im Betrieb verpackt, ins Ausland verschickt und dort über externe Montagepartner aufgebaut. 
Rund 80 Prozent der Projekte wickelt Haas mit seinem in St. Roman bei Schärding ansässigen Betrieb im Export ab, 20 Prozent macht das Inlandsgeschäft aus.  Allerdings haben die politischen Unwägbarkeiten rund um den „Brexit“ das Verhältnis zuletzt stärker Richtung Heimat-Markt gedreht, wo die Tischlerei im Privatbereich die ganze Palette im Innenausbau anbietet – inklusive Planung.

Um- und Ausbau

Mit seinem Betrieb war Haas in den ersten Jahren bei einer anderen Firma eingemietet, im vergangenen Jahr hat er die bestehenden Räumlichkeiten einer Tischlerei übernommen und kräftig um- und ausgebaut. Den Bestand an Standardmaschinen ergänzte er um eine Breitband-Schleifmaschine, eine Plattensäge sowie ein Fünfachs-CNC-Bearbeitungszentrum (alle aus dem Hause Homag). „Wir machen viele Sonderformen wie etwa Rundungen. Deshalb waren die Möglichkeiten, die sich mit fünf Achsen bieten, für uns einfach wichtig“, sagt der Tischlermeister. Bei der Kantenbearbeitung setzt man auf ein Modell von Ott, das auch Industrieansprüchen genügen würde. „Für die Qualität, in der wir unsere Möbel produzieren, brauchen wir auch entsprechend gute Maschinen“, sagt Haas.

Qualität und Service

Die hohen Qualitätsansprüche gelten dabei auch für die auf den Maschinen eingesetzten Werkzeuge. Mit seinem Team setzt der Tischlermeister dazu durchwegs auf die Produkte des Herstellers Leitz. „Wir haben natürlich Ansprüche an die Präzision, aber auch lange Standzeiten sind uns wichtig.“ Bei der Verarbeitung unterschiedlicher Materialien ist man in der Werkstatt auf passend abgestimmte Werkzeuge angewiesen – die Leitz mit seiner umfangreichen Produktbandbreite bieten kann. So setzt man etwa ein diamantbestücktes „WhisperCut“-Sägeblatt ein, das nicht nur besonders leise ist, sondern auch universelle Einsatzmöglichkeiten bei fast allen gängigen Holzwerkstoffplatten sowie Massivhölzern bietet. Das Sägeblatt ist seit mittlerweile über einem Jahr in der Werkstatt in Verwendung, ohne dass es einmal nachgeschärft werden musste. „Dabei bietet Leitz ohnehin einen komfortablen Schleifservice an“, sagt Haas, „Montagfrüh wird das Werkzeug abgeholt und eine Woche später wieder geliefert – man muss sich eigentlich um nichts selber kümmern.“ 
Damit bei der Arbeit mit anspruchsvollen Materialien die gewünschte Bearbeitungsqualität erreicht wird, bietet Leitz auch Schulungen für die Anwender an. „Das gewählte Werkzeug muss schließlich zur Einsatzart und zum jeweiligen Werkstoff passen“, sagt Reinhard Schraml, der bei Leitz für die Betreuung von Haas’ Unternehmen zuständig ist. Für die Schulungen kommen die Leitz-Mitarbeiter direkt in den Betrieb. 

Anwendungsvielfalt

Beim Zuschnitt an der Plattensäge setzt die Tischlerei unter anderem auf das RazorCut-System: Die Sägeblätter sorgen durch ihre spezielle Bauweise dafür, dass nach dem Zuschnitt keine Nachbearbeitung – etwa für das Bekanten – notwendig ist. Das hilft im Betrieb, Arbeitszeit zu sparen.   
Für die vielfältigen Aufgaben, die an der CNC erledigt werden, stehen gleich 30 unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung. Dazu gehören etwa die DiaMaster-Fräser, die sich auch für schwer zu bearbeitende Materialien wie Compact-Schichtstoffplatten eignen. Die effizienten Schruppschlicht-Fräser wiederum sorgen mit ihrer Marathonbeschichtung für lange Standwege und erzeugen in nur einem Arbeitsschritt schleiffähige Oberflächen. Und die Leitz-Schlichtfräser werden für die Nachbearbeitung von Massivholz eingesetzt – bei aller Materialvielfalt wird bei Haas Exklusivmöbel auch häufig mit dem „klassischen“ Tischlerwerkstoff gearbeitet. So etwa auch beim jüngsten Projekt, für das sich die Möbeltischlerei in gänzlich neue Gefilde wagte: Für einen Kunden fertigte man Massivholzfenster und entwickelte sogar großformatige Faltschiebe-Türelemente, ebenfalls aus Massivholz. Für ­Alexander Haas und sein Team wieder einmal ein interessantes Sonderprojekt. www.haas-exklusivmoebel.at 

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Autor/in:
Thomas Prlic
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