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Rolle, Haltung, Tango

17.06.2019

Führen und Folgen sind zwei Seiten ein und derselben­ Medaille.

„Müssen wir heute auch wieder spielen, was wir wollen?“ Diese Frage eines Kindergartenkinds an die Betreuerin hat als Bonmot über den (Führungs-)Stil in einer „antiautoritären Kita“ viele Jahre lang die Runde gemacht. Es hat aber vor allem eines verdeutlicht: Führen und Folgen sind die zwei Seiten ein- und derselben Medaille. Die Kindergartenpädagogin in der Rolle der Führenden ... und die Kinder, die sich in einer „geführten Freiheit“ wohlfühlen möchten.

Nur wer sich seiner (wechselnden) Rollen im Zusammenleben mit anderen bewusst ist, kann auch in seinem Betrieb den Umgang erfolgreich und erfreulich gestalten.

Der führende Partner gibt die Richtung vor: Er leitet Drehungen und Richtungswechsel ein und hat die Verantwortung für die Koordination und die Struktur des Zusammenwirkens. Das ist die Rolle des Chefs. Das Folgen des Teams muss aber keinesfalls etwas Passives oder gar „Leidendes“ sein. Über diese Rollen (und ihre Konsequenzen) nachzudenken lohnt sich.

Wie ist das bei Ihnen? Sind Sie ein Mensch, der gern kontrolliert und die Fäden in der Hand hält? Genießen Sie es, auch einmal zu „folgen“ und dabei jene „geführte Freiheit“ zu durchleben, die es erlaubt, querzudenken und „out of the box“ zu agieren? Welche Rollen nehmen Sie im Umgang mit Ihren Mitarbeiter(innen), Ihrer Familie und Ihren Freunden ein? Führen oder folgen Sie? Und was ist Ihnen lieber?

Führen und Folgen stehen in einem gut geführten Unternehmen gleichwertig nebeneinander.

Führen bedeutet nämlich nicht: „Ich sage dir, was du zu tun hast, und du hast gefälligst zu folgen.“ Um klare Führungsimpulse geben zu können, muss der Führende nämlich den Folgenden in seiner (aktuellen) Situation sehen können (und wollen). Achtsamkeit ist gefragt.

Auch Führende sollten sich damit anfreunden, einmal die Rolle eines Folgenden zu übernehmen, wenn es die Situation erfordert: Oft ist es besser, sich und sein Verhalten so anzupassen, dass es den aktuellen Entwicklungen und den führenden Kräften des Marktes folgt.

Entscheidend ist, dass Sie die Rollen des Führens und Folgens sehr bewusst und im Einklang mit sich selbst übernehmen. Dass Sie immer wissen, in welchem „Modus“ Sie gerade agieren. So kann das Miteinander nämlich auch dann gelingen, wenn alle anderen längst aus dem Rhythmus gekommen sind und verzweifelt versuchen, den Takt wieder aufzunehmen.

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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