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Stolzes Team: Schüler, Lehrer und Direktor freuen sich über das erfolgreiche Projekt.

Schnapp´den Michl: Auszeichnungen für Lehrlings-Stehtischkonzept

20.06.2017

Ein Team aus Tischler- und Tischlereitechniker-Lehrlingen an der Berufsschule Kremsmünster erzielte mit einem selbst entworfenen Möbel bei zwei Wettbewerben Spitzenplätze.

Schnapp´ den Michl: So heißt der innovative „Jausenstehtisch“ für Veranstaltungen und Schulen.

Ein elfköpfiges Schülerteam an der Berufsschule Kremsmünster entwickelte im Rahmen des Freigegenstandes „Kreatives Gestalten für Begabte“ einen flexibel einsetzbaren Stehtisch. Beim Keplinger Designpreis 2017 gewann das Schülerteam damit den ersten Platz und auch beim bundesweiten Schulwettbewerb „jugend innovativ“ mit 472 Einreichungen wurde das Projekt mit dem 2. Platz in der Kategorie Design ausgezeichnet.

Die Schüler hatten dabei für Zielgruppenbestimmung und Anforderungsprofil, für Ideenfindung, Gestaltungsprozess, Fertigungszeichnung und Produktion sowie Dokumentation an der Berufsschule insgesamt nur 30 Stunden zur Verfügung stehen. Rechnet man ein, dass am Wettbewerb jugend innovativ fast nur Maturaprojekte mit wesentlich höherer Stundenanzahl teilnehmen, dann wird die erbrachte Leistung erst richtig sichtbar.

Die elf Lehrlinge der Berufe Tischler und Tischlereitechniker trafen sich freiwillig nach der regulären Schulzeit, um das Projekt auszuarbeiten. Die vom Lehrerteam gestellte Aufgabe war es, ein flexibles Kommunikationsmöbel für die Pausenhalle zu entwerfen. Die Gruppe entwickelte gemeinsam „Schnapp´ den Michl“, eine mobile und flexible Stehtischkombination, die zerlegbar, in sich selbst verstaubar und leicht transportierbar ist, und deren Aufbau nur ein paar Minuten in Anspruch nimmt (Der Name ist dabei Programm: „Schulveranstaltung geplant? Schnapp´ den Michl!“).

Puzzle-Konstruktion

Die großen Anbauplatten dienen gleichzeitig als Koffer für sämtliche Teile, in denen das Möbel einfach und platzsparend an den gewünschten Ort transportiert werden kann. Der zentrale kleine Tisch kann einfach auf das aus zwei ineinandergreifenden Teilen bestehenden Fußgestell aufgesteckt werden. Sämtliche Tischplatten bestehen aus zwei übereinander geleimten Sperrholzplatten, wobei die obere Lage an den passenden Stellen Ausnehmungen aufweist, wie man sie von einem Puzzle kennt. Die beiden großen Anbauplatten sind zusätzlich an einem Ende mit einem Gegenstück dazu versehen, das entweder als Griff zum Transport dienen, oder direkt als Verbinder verwendet werden kann. Zusätzlich wurden Verbindungsteile gefräst, durch die die drei Tische in unterschiedlicher Formation miteinander verbunden werden können.

Insgesamt kommt das Möbel so auf 45 Aufstellvarianten – gespiegelt sind es sogar 90. Konzipiert wurde das Möbel für halböffentliche Bereiche in Betrieben oder Schulen, für Veranstaltungen und Eventagenturen. Die mit dem Entwurf und dem schließlich erstellten Prototypen erzielten Erfolge begeisterten nicht nur die jungen Kreativen selbst, sondern auch das Lehrerteam und den Direktor der Berufsschule Kremsmünster: „Wieder ein Beweis für die vielfach unterschätzte Begeisterungs- und Leistungsfähigkeit von Berufsschülerinnen und -schülern“, so Berufsschuldirektor Hans Bartl.

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