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Smart auf Tischlerisch

08.05.2018

KOLUMNE Sind Sie schon smart genug? 

Smart“ ist derzeit in aller Munde und wird vor allem im Zusammenhang mit dem IoT (Internet of Things) verwendet. In erster Linie geht es dabei um Produkte, die eine eigene Kommunikationsfähigkeit zur Vernetzung und intelligenten Interaktion mitbringen. Das ist der technische Aspekt, der in die Zukunft weist. Aber was hindert uns eigentlich daran, diese Smartness nicht auch für den Tischler eigenständig zu interpretieren? Gar nichts. Hier ist mein Ansatz: Tischler-SMARTness steht für Service-­Orientierung, Motivation, Achtsamkeit, Referenzen und Technik.

1. Serviceorientierung: Für mich die absolute #1. Denn wenn die Service- und damit die Kundenorientierung fehlen, ist der gesamte Betrieb (samt Chef/in) falsch aufgestellt und muss um seine Zukunft fürchten. Deshalb: ein absolutes Muss und unverzichtbar. Und zwar für alle, vom Chef bis zum Lehrling. Jeden Tag.

2. Motivation: Wenn der innere Antrieb fehlt, ist alles andere nichts. Wir müssen uns bewegen und auch bewegen lassen: von Kundenwünschen, Ideen, Entwicklungen und den Chancen, die uns gerade die Digitale Transformation eröffnet. Je digitaler das Geschäft, desto wichtiger werden Mensch, Kompetenz und der persönliche Kontakt. Wenn das keine Motivation für Meisterbetriebe ist!

3. Achtsamkeit: Was nützen die größten Mengen an Daten und Social Media-Kontakten, wenn sie niemand ernst nimmt, versteht, verknüpft und interpretiert? Wir brauchen das Hineinfühlen und Verstehen dringender denn je. Und diese Achtsamkeit muss zuerst (und vor allem) auch den eigenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gelten. Nur wer sich wertgeschätzt fühlt, kann und will sich voll in das Unternehmen einbringen. Achtsamkeit schafft nämlich die Voraussetzung für jene Kooperationsfähigkeit (nach innen und außen), die neben Kundenorientierung und Kreativität schon heute eine zentrale Schlüsselkompetenz für die Zukunft ist.

4. Referenzen: Kein Werbemittel ist so gut wie die persönliche Empfehlung eines Kunden. Aber wer dokumentiert denn die Kundenzufriedenheit mit unseren meisterlichen Lösungen? Keine Zeit dafür? Sehr schade. Denn Referenzen sind die Goldadern des Marketings. Sie sind der Inhalt einer Schatztruhe, zu dem nur wir den Zugang und die Autorisierung haben, ihn höchst glaubwürdig und wirksam in der Kommunikationsarbeit einzusetzen.

5. Technik: Technik an letzter Stelle? Für die maschinenverliebten Tischler vielleicht ein Schock. Aber keine Frage: Sie ist wichtig. Sie muss aber dem Geschäftsmodell und dem Realisieren von Ideen dienen und darf nicht ein permanentes Auslastungsdenken provozieren, bei dem dann die Kundenorientierung und die eigentliche Tischlerqualität auf der Strecke bleiben. 

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

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